Rezension zu Blowing Across von Christine Keller

Blowing Across von Christine Keller

“Zwei vollkommen verschiedene Welten suchen und verbinden sich. Der Baummensch Avo lebt in einem natürlich gewachsenen Paradies, in dem sich alle Lebewesen gegenseitig achten und auf einzigartige Weise kommunizieren. Rivers Welt hingegen wurde künstlich erschaffen. Die Umwelt ist durch Menschenverschulden mutwillig zerstört worden und die Bewohner leben nun in kontrollierten und mit künstlicher Intelligenz verbundenen kleinen Gesellschaften unter Kuppeln. Trotz der offensichtlichen Unterschiede fühlen sich Avo und River magisch angezogen. Und nicht nur zwischen ihnen entwickelt sich eine besondere Beziehung. Auch auf ihre vom Zerfall bedrohten Welten wirkt sich dieses Zusammentreffen aus. In einer Zeitschlaufe finden sich die beiden in der gemeinsamen Vergangenheit wieder, in der die Parallelwelten noch vereint waren. Werden sie es schaffen, alte Verletzungen zu heilen und so ihre Welten zu retten?”
~ Klappentext

Meine Meinung

Es tut mir wirklich wahnsinnig leid für das Buch, aber ich habe es nicht verstanden. Die ganze Geschichte, der ganze Inhalt ist mir ein Rätsel. Das klingt jetzt wirklich hart, aber ich weiß gerade nicht, wie ich das in nette Worte verpacken kann.

Ich habe mich wahnsinnig auf eine süße Liebesgeschichte gefreut, die wie eine Dystopie aufgebaut ist. Aber leider nein. Es passiert viel und es passiert alles irgendwie durcheinander, dass ich keinen Weg in das Buch gefunden habe. Und da ich diesen Weg nicht gefunden habe und ich es auch einfach nicht verstanden habe… So unglaublich schade.

“Avo war der Erste, der sie erblickte: hunderte von Fischen, die mit nach oben gedrehten perlmuttfarbenen Bäuchen den Atacafluss hinabtreiben.”
~ Buchbeginn

Denn den Plot, wie er im Klappentext wiedergegeben wird, finde ich absolut genial. Es ist nichts neues, das Rad lässt sich ja auch nicht neu erfinden. Man hätte da wirklich auch was sehr geniales draus machen können.

Ich fand das Buch auch leider unheimlich schwer zu lesen. Die Welten von Avo und River sind sehr speziell und auch sehr krass im Unterschied dargestellt. Avo ist ein Baummensch und lebt eins mit der Natur. Er ging mir ernsthaft sehr auf die Nerven in seiner chilligen Art. Das ist mir zu krass. Bei River genau das Gegenteil. Leider wirft die Autorin in der Welt von River nur so mit Fachbegriffen um sich, die nicht großartig erklärt werden. Aber auch wenn sie erklärt worden wären, sind diese Worte extrem schwer zu lesen. Ich mag es nicht, wenn ich Worte überspringen muss, weil es mich so aus dem Lesefluss bringt zu versuchen diese auszusprechen. Ich hoffe, du weißt was ich damit sagen möchte.
Beide Welten, so unterschiedlich sie sind, sind zu überspitzt geschrieben. Das hätte meiner Meinung nicht sein müssen, um die Unterschiede klar zu machen.

“River war das meist egal. Doch jetzt wurde ihr plötzlich kalt beim Stichwort “Träume”. Stimmt, sie hatte in letzter Zeit sehr oft geträumt, dabei war der Braininfocircle ständig dabei, solche Tätigkeit der REM-Phase notfalls auch mit chemischer Unterstützung unter Kontrolle zu halten.”
~ S. 41

Dieses Überspitzten ist leider auch in den Charakteren an sich zu merken. Ich habe selten so extreme Charaktere gelesen. Beim Lesen hatte ich schon das Gefühl, dass die Charaktere unter Druck stehen. Sie müssen etwas bringen, etwas sein. Sonst passt es nicht. Manchmal ist weniger mehr und das hätte diesen Charakteren wirklich gut getan.
Es sind einige Charaktere dabei, in deren Sichtweisen sogar gesprungen wird. Alle haben sie ganz merkwürdige Namen. Ja, wir lesen von zwei krassen Völkern, dennoch sollten ihre Namen lesbar bzw. aussprechbar sein. In der Welt von River haben die Charaktere sogar Nummern. Die Nummern werden auch erklärt, für mich aber sinnfrei.

Leider hat mich der Schreibstil der Autorin auch nicht überzeugen können. Auch hier merkt man sehr, dass sie überspitzt. Ich glaube überspitzt wäre das falsche Wort, aber mir fällt kein anderes Wort ein, wie ich es beschreiben könnte. Der Satzbau ist manchmal etwas schwer nachzuvollziehen. Und wie ich oben schon geschrieben habe, wirft die Autorin mit Wörtern um sich, die es schwer machen die Geschichte zu folgen.

“Wiederholt und mit zunehmender Häufigkeit stellen wir fest, dass dieser Programmierer ethisch nicht in sich konsistent war. Wer sein selbst geschaffenes System gefährdet, ist kein zurechnungsfähiger Schöpfer.”
~ S. 193

Ich habe anhand des Klappentextes und der Leseprobe einfach etwas ganz anders erwartet. Und diese Erwartung hat mich sehr enttäuscht zurückgelassen.

Das Cover

Ich finde das Cover mega und es passt einfach perfekt zum Klappentext.

Blowing Across von Christine Keller

Fazit

Ich würde das Buch wirklich gerne mögen, denn der Klappentext verspricht viel. Nur leider passt für mich vieles nicht.
Rezension Sterne
2/5 Sternchen
(naja)
Traumschreiter

WerbungZum Buch
“Blowing Across” von Christine Keller
Science Fiction
Franzius Verlag | erschienen am 30.09.2019
276 Seiten | Taschenbuch | ISBN 9783960501541 | 16,90 EUR
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.
Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsbuch. ♡

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Signatur Buchblog angeltearz liest

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