Rezension

Rezension zu Believe me – Spiel Dein Spiel. Ich spiel es besser. von JP Delaney

Believe me - Spiel Dein Spiel. Ich spiel es besser. von JP DelaneyBelieve me - Spiel Dein Spiel. Ich spiel es besser. von JP Delaney
“Claire finanziert ihr Schauspielstudium mit einem lukrativen Nebenjob: Für Geld flirtet sie mit verheirateten Männern, deren Ehefrauen wissen wollen, ob sie ihnen wirklich treu sind. Doch die Frau von Patrick Fogler ist nicht nur misstrauisch – in ihren Augen liest Claire Angst. Und am Morgen nach Patricks und Claires Begegnung ist sie tot. Die Polizei verdächtigt den Witwer, und Claire soll helfen ihn zu überführen – wenn sie nicht will, dass die Polizei herausfindet, was sie selbst in der Mordnacht getan hat. Doch Patrick wirkt nicht nur beängstigend und undurchschaubar, er fasziniert Claire. Und sie ahnt: Sie muss die Rolle ihres Lebens spielen …”
~ Klappentext

Meine Meinung


Was ist Lüge und was ist Echt? Das ist eigentlich die Hauptfrage in diesem Buch. Und bis zum Ende war ich mir nicht sicher, ob die ganze Geschichte eine Lüge ist oder doch die Wahrheit. Ich finde es großartig, wie der Autor es geschafft hat mich so zu verwirren.
Ich kann leider gar nicht so viel erzählen zur Geschichte, weil ich einfach nicht spoilern möchte. Es aber einfach nur spannend! Immer wieder die Frage, die ich mir selber gestellt habe, ob das jetzt wirklich der Wahrheit entspricht, was passiert oder ob das alles nur ein Spiel ist. Das Ende hat mich absolut überrascht. So viel kann ich verraten.

Das Buch zu lesen war sehr interessant, da Claire oft über ihre Vergangenheit nachdenkt und dann in Dialogen geschrieben ist. Da Claire eine Schauspielerin sein möchte, ist es schon schön gemacht, dass der Autor die ganze Geschichte ähnlich aufbaut. Mal ist es ganz normal geschrieben, wie man eben ein Buch kennt und dann kommen Sequenzen, wo in einem Dialog geschrieben ist. Dieses Umdenken ist mir in dem Moment gar nicht so schwer gefallen, wie ich erst die Befürchtung habe.


“Am Abreisetag soll vor zwölf Uhr ausgecheckt werden.”
~ Buchbeginn


Der Schriftsteller Charles Baudelaire und dessen bekannteste Gedichtsammlung spielen eine sehr große Rolle in dem Buch, was mich allerdings nach einer kurzen Zeit gestört hat. Ja, er bzw. seine Gedichte spielen in dem Leben von Patrick eine sehr große Rolle. Allerdings war mir dieser Teil zu sehr präsent, weil es mich überhaupt nicht interessiert hat. Ich wollte mehr über Patrick und Claire lesen. Hier wäre weniger mehr gewesen.
Aber ich muss zu Gute halten, dass ich mich jetzt über Baudelaire schlau gemacht habe. Das hätte ich sonst wohl nie.

Die Geschichte an sich gefällt mir sehr, sehr gut. Gerade der Handlungsstrang mit Claire. Ihren Charakter gefiel mir unheimlich gut, denn er ist wahnsinnig tief. Das habe ich in sehr wenigen Thrillern bisher gelesen, dass ein Charakter eine solche Tiefe bekommt. Claire ist unheimlich gut ausgearbeitet. Am Ende kommt sie mir aber zu kurz. Also würde sie einfach so abgefrühstückt werden, obwohl eigentlich das ganze Buch auf sie aufbaut. Lies es am Besten einmal selber, dann weißt du was ich meine.
Das Umfeld und die anderen Charaktere werden durch Claire in den Schatten gestellt, obwohl sie für die gesamte Geschichte genauso wichtig sind. Selbst Patrick rückt in den Hintergrund. Und trotzdem ist die Geschichte rund.


“Aber ich lüge ja auch nicht. Man nennt das wahrhaftiges Verhalten unter imaginierten Umständen. Was etwas ganz anderes ist als lügen, wie Sie noch feststellen werden.”
~ S. 18


Ich mag den Schreibstil des Autors sehr gerne. Irgendwie hat er etwas besonders, dass den Thriller zu etwas besonderen macht. Man merkt beim Lesen, dass er sich Gedanken über das Buch gemacht hat. Vor allem schafft er es mit wenigen Worten viel zu bewirken.
Die Kapitel haben nicht viele Seiten. Teilweise nicht mal zwei Seiten, aber was dort steht, hat eine extreme Grundspannung. Eigentlich mag ich diese kurzen Kapitel nicht, da sie mich aus dem Lesefluss reißen und abgehackt rüber kommen. Hier macht es mir allerdings überhaupt nichts aus. Ich finde es sogar recht gut geregelt, gerade weil es dadurch spannend wird.

Ich möchte das Buch auf jeden Fall allen empfehlen, die gerne Thriller lesen, die eher in die Richtung Psycho gehen.


“Einige können wir vorhersehen oder sogar planen. Aber größtenteils wird es darauf ankommen, wie du dich in dem Spiel schlägst, das er spielen will.”
~ S. 151



Das Cover


Ich finde das Cover ist sehr passend und auffallend.

Believe me - Spiel Dein Spiel. Ich spiel es besser. von JP Delany


Fazit


Wieder ein richtig guter Thriller von dem Autor. Was ist echt und was ist gelogen? Das war mir bis zum Ende unklar. Sehr genial gemacht!

4/5 Sternchen
(ganz gut)

Notizen


Weitere Blogger-Meinungen zu dem Buch
Kaddies Buchwelt | In Büchern leben

Weitere Rezensionen zu Bücher des Autors
The Girl Before – Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot.

Zum Buch
Thriller | Penguin Verlag | 416 Seiten | Broschur
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsbuch. ♡


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2 thoughts on “Rezension zu Believe me – Spiel Dein Spiel. Ich spiel es besser. von JP Delaney”

  1. Hallo liebe Steffi,
    ich habe “Believe me” ebenfalls gelesen und mir hat es auch echt gut gefallen.
    Ich fande es auch wirklich krass, dass man am Ende so verwirrt wurde und ich habe mich auch an manchen Stellen gefragt, ob Claire tatsächlich so naiv ist oder es wieder nur spielt.
    In der Mitte kam dann ja auch ein unerwarteter Plot-Twist, dass fande ich echt ziemlich verwirrend!

    Wenn dich meine Meinung dazu interessiert, kannst du dir auch gerne meine Rezension dazu durchlesen.

    Alles Liebe, Rea von Buchexplosion

    1. Hey Rea,
      ich schaue sehr gerne mal bei dir vorbei. :)
      Hihi, irgendwie war das ganze Buch ziemlich verwirrend. Aber genau das fand ich so genial. Ich glaube, der Plot-Twist war gewollt…

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