Rezension zu Ausgezählt von David Baldacci

Ausgezählt von David Baldacci

“Als Atlee Pine sechs Jahre alt ist, dringt ein Mann in ihr Kinderzimmer ein und entführt ihre eineiige Zwillingsschwester Mercy. Mercy taucht nie wieder auf, Atlee bleibt traumatisiert zurück. Knapp dreißig Jahre später ist sie zur einzelgängerischen FBI-Agentin geworden, die sich ein möglichst einsames Büro nahe des Grand Canyon gewählt hat. Eines Tages wird am Boden der Schlucht ein grausam aufgeschlitztes Maultier gefunden. Ein scheinbar harmloser Provinzfall. Doch dann stößt Atlee auf Spuren einer mörderischen Verschwörung, die bis in die obersten politischen Kreise reicht. Kann sie höchste Gefahr für Amerika und die Welt abwenden – und zugleich dem Entführer ihrer Schwester näher kommen?”
~ Klappentext

Meine Meinung

Man möchte meinen, dass man eine Art Routine bekommt, wenn man eine Rezension schreibt, aber nein, so ist es nicht.
Die Rezension zu diesem Buch zu schreiben fällt mir sehr schwer. Also die Worte direkt nicht, aber die Bewertung.

Als ich das Buch in den Händen hielt und es bei mir einzog, bin ich davon ausgegangen, dass es ein Einzelband ist. Aber schon beim Lesen fiel mir auf, dass es definitiv ein erster Band sein muss. Es gibt eine Lebensgeschichte um Atlee, die am Anfang und am Ende des Buches angerissen wird. Ansonsten geht es wirklich um den Fall, im Klappentext.
Ich weiß ja, dass sich das Rad nicht neu erfinden lässt. Aber dieser Plot, dass die Ermittlerin ein traumatisches Erlebnis hat, dass sie über mehrere Bücher aufarbeiten muss, aber nebenbei noch Fälle aufklärt, das ist so langweilig mittlerweile. Da muss schon wirklich was passieren, damit mich das Buch fesselt.

“Ene, mene, muh.”
~ Buchbeginn

Und das hat es leider gar nicht.
Der Fall, den Atlee da versucht aufzuklären ist langweilig und vorhersehbar. Genau so, wie es passiert ist, habe ich mir gedacht. Ich hatte immer noch auf eine Überraschung gehofft, aber die blieb leider aus.
Der gesamte Thriller ist extrem ruhig. Es passieren immer mal wieder Dinge, wie es eben in einem guten Thriller passieren muss, aber irgendwie fehlte da der Spannungsbogen.

Dazu kommt, dass das Buch sehr politisch ist und das nicht zu knapp. Dass die Amerika gegen Korea und Russland gehen, ist nichts neues. Aber darauf bezieht sich der Autor hier komplett und das nervt mich schon richtig. Es ist ja in Ordnung, wenn sich ein Mensch politisch positioniert. Aber das hat in seinen Büchern gar nichts zu suchen. Überhaupt nichts! In einem Buch, welches so viele Menschen wie möglich lesen sollten, sollte man sich nicht positionieren. Denn das passiert genau das, wie bei mir. Ich bin genervt davon.

“”Ich glaube, Sie hat mit der Himmel geschickt.”
“Das sind die kleinen Wunder des Lebens.””
~ S. 219

Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm. Er schreibt nicht sehr einfach, aber auch nicht zu kompliziert. Ich mag es richtig gerne lesen. Aber er holt teilweise sehr aus. Wenn ein ganzer Absatz über eine Landschaftsbeschreibung ist oder was ein Charakter gerade an Kleidung trägt, ist es mir persönlich zu viel. Es ist dann eher den Geschmack davon, dass der Autor versucht seine Wörter-Vorgabe voll zu bekommen.

Dafür hat sich der Autor ein mega Setting ausgesucht. Den Grand Canyon. Sehr genial!
Auch die Charaktere hat er super hinbekommen. Ich mag die Ermittlerin Atlee sehr gerne und auch ihre Sekretärin ist mega. Nur die Charaktere die sonst dabei waren, konnte ich irgendwie nicht richtig fassen. Ich musste oft noch mal nachdenken, wer das jetzt überhaupt war, als ein Name fiel. Ich schiebe das jetzt aber darauf, dass das Buch an sich recht langweilig war.

“Die knallen mich tatsächlich ab, schoss es ihr durch den Kopf. Hier am Arsch der Welt.”
~ S. 396

Ich habe das Buch zu ende gelesen, weil ich hoffte, dass ich von der Geschichte um Atlee noch mehr erfahre. Und nicht nur erst wieder am Ende des Buches. Wenn das in dem Tempo weiter geht, dann wird es einige Bände dauern bis die Buchreihe beendet ist und wir wissen, was damals bei Atlee überhaupt passiert ist.
Ehrlicher Weise muss ich gestehen, dass ich es nicht unbedingt wissen möchte. Der Auftakt wieder Reihe hat mich jetzt nicht wirklich umgehauen.

Wer mal einen ruhigen Thriller lesen mag, der ist hier schon richtig.
Aber für richtige Thriller-Fans ist das Buch nichts.

Das Cover

Ein typisches Thrillercover, welches mir aber gut gefällt. Mir erschließt sich der Titel des Buches irgendwie nur nicht.

Rezension Ausgezählt von David Baldacci

Fazit

Es ist sehr ruhig und sehr klischee-politisch. Aber der Schreibstil gefällt mir und auch die Protagonistin.

Rezension Sterne
3/5 Sternchen
(okay)

Die Buchreihe

Band 1 – Ausgezählt
Band 2 –

WerbungZum Buch
“Ausgezählt” von David Baldacci
Originaltitel “Long Road to Mercy”
Thriller
Heyne Verlag | erschienen am 10. Juni 2019
480 Seiten | Band 1 | Hardcover | ISBN 9783453272286 | 22,00 EUR
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsbuch. ♡

Weitere Blogger-Meinungen zu dem Buch
Himmelsblume

Signatur Buchblog angeltearz liest

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