Rezension

Rezension zu 42 Grad von Wolf Harlander

42 Grad von Wolf Harlander

“Deutschland freut sich über den neuen Jahrtausendsommer. Dauersonnenschein sorgt für volle Freibäder. Einzig Hydrologe Julius Denner und IT-Spezialistin Elsa Forsberg warnen davor, dass die Hitze sich kurzfristig verschärfen wird. Niemand nimmt sie ernst, bis die ersten Flüsse austrocknen, Waldbrände außer Kontrolle geraten und Atomkraftwerke vom Netz gehen müssen. In Berlin und Brüssel folgt Krisengipfel auf Krisengipfel. Überall in Europa machen sich Wasserflüchtlinge auf die Suche nach der wichtigsten Ressource der Welt. Während um sie herum die Zivilisation zusammenzubrechen droht, versuchen Julius und Elsa verzweifelt, die Katastrophe aufzuhalten – und geraten damit ins Fadenkreuz von Mächten, die ihre ganz eigenen Interessen verfolgen…”
~ Klappentext

Meine Meinung

Ein Buch zu einem Thema, das wirklich aktuell ist. Es passiert zwar noch nicht so krass, wie in diesem Buch, aber wir sind nah dran. Das ist ja das Gruselige an diesem Buch.

Aber von vorne. Das Buch handelt, wie der Titel schon sagt, um einen Umwelt-Thriller. Was ist, wenn die Hitzewellen noch heißer werden und andauern. Über Wochen, über Monate. Wenn das Wasser verdunstet und zum seltenen Luxusgut wird? Was passiert mit der Erde und ihren Bewohnern, wenn das Süßwasser in jeglicher Art versiegt?
Aber das ist nicht das Einzige, was in diesem Thriller passiert. Denn der Autor bedenkt auch, dass es verschiedene Menschengruppen gibt. Diejenigen, die um ihr Leben kämpfen und diejenigen, die mit allen Mitteln gegen andere Menschen kämpfen. Mehr möchte ich hier auch nicht schreiben ohne zu spoilern. Auf jeden Fall ist die Hitze und die Wasserknappheit nicht das einzige Problem in diesem Buch.

“Verona, Norditalien, Battistero di San Giovanni in Forte
Innentemperatur: 28,7 Grad”
~ Buchbeginn

Wie schon geschrieben denkt der Autor an viele Details, die im Zusammenhang stehen. Kleinigkeiten, die man selber vielleicht gar nicht bedacht hat. Ich finde das großartig. Weil ich da noch drüber nachdenke, obwohl ich das Buch gerade gar nicht lese. Vielleicht auch, weil es aktuell so warm draußen ist.
Sehr genial ist, dass der Autor aus verschiedenen Sichten schreibt. Aus der Politik; aus der einer ehemaligen Aktivisten; einer Mutter, die mit ihren Kindern auf der Flucht ist. THW und Wissenschaftler kommen auch zu Wort. Es klingt viel, ist es aber gar nicht. Denn dieses Thema muss aus verschiedenen Sichten erzählt werden. Damit es spannend bleibt und nicht zum Alltag wird. Die globale Erwärmung ist nicht zu unterschätzen und das zeigt der Autor auf eine ganz gemeine Art und Weise.

Ich empfand den Schreibstil des Autors zuerst etwas ungewohnt zu lesen, aber nach und nach wurde es besser und ich war direkt drin. Er bringt die verschiedenen Lagen der verschiedenen Charakteren unglaublich gut rüber. Auch die Charaktere sind sehr gut durchdacht. Sie haben alle ihre Geschichte, ihr Leben. Mal treffen sie sich sogar und dann gehen sie wieder getrennte Wege. Dieser Teil des Buches bringt richtig Spaß zu lesen.

Obwohl das Thema krass ist, es ist realistisch. Und man sollte davor nicht die Augen verschließen.
Von mir gibt es eine dicke Leseempfehlung für dieses Buch.

42 Grad von Wolf Harlander

Fazit

Ein krasses Buch, wo der Autor sehr weit denkt und den “Rattenschwanz” nicht außer Acht lässt. Sehr spannend und aber auch beängstigend.

Rezension Sterne
4/5 Sternchen

The Belles

WerbungEckdaten zum Buch
“42 Grad” von Wolf Harlander
Thriller
Rowohlt Verlag | erschienen am 18.05.2021
528 Seiten | Taschenbuch | ISBN 9783499000461 | 10,00 EUR
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.

 

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4 thoughts on “Rezension zu 42 Grad von Wolf Harlander

  1. Hallo liebe Steffi,
    ich denke tatsächlich öfters darüber nach, was wohl wäre, wenn uns kein Wasser mehr zur Verfügung stände. Ich denke auch, dass dieses Thema gar nicht so weit dahergeholt ist. Wie schnell sich das Leben von einem Tag auf den anderen verändern kann, haben wir ja alleine schon in den letzten Jahren mehrfach feststellen müssen.
    Ein sehr gruseliges Szenario, das der Autor hier ja scheinbar auch sehr gut umgesetzt hat.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

    1. Hallo liebe Tanja,
      sorry, für die späte Antwort. :)
      Das Thema ist definitiv nicht weit her geholt. Ich kann mich noch an letztes Jahr erinnern, dass es in einigen Orten schon Wasserknappheit gab. Alleine das ist schon krass.
      Hat er wirklich sehr gut umgesetzt. ;)

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