Im Gespräch mit der Autorin Victoria Benner

Interviews mit Autoren und Autorinnen
Dass hinter jedem Buch ein/e Autor/in steckt, ist bekannt. Irgendwer muss sich ja diese mega Geschichte ausgedacht haben, die zwischen den beiden Buchdeckeln verborgen ist.
Aber leider bekommen diese viel zu wenig Aufmerksamkeit. Finde ich zumindest.

Deswegen möchte ich dir heute die Autorin Victoria Benner vorstellen. Ich persönlich kenne ihre Bücher leider noch nicht, aber vielleicht komme ich ja irgendwann dazu wenigstens eines zu lesen.

Hey Victoria

Autorin Victoria Benner
© Victoria Benner

Wer bin ich?
Hi, ich bin Victoria. Victoria Benner und seit ein paar Jahren habe ich die große Freude Dramaqueens über ihre Stöckelschuhe stolpern und Ritter in schimmernder Rüstung von ihren Pferden fallen zu lassen.

Meine Stärke im Schreiben?
Komplizierte Hauptfiguren. Komplizierte Hauptfiguren, die niemand in einem Liebesroman erwartet. Meine Figuren spalten die Leserschaft. Manche lieben sie. Andere hassen sie. Daher habe ich immer ziemlichen Bammel, wenn ich mich an meinen Laptop setze und neue Projekte plane oder aktuelle Sachen überarbeite, weil ich mich frage, wie die Figuren wohl diesmal ankommen werden.

Wann hast du angefangen zu Schreiben?
Zur Schreiberei bin ich bereits im Grundschulalter gekommen. Die erste Geschichte, die ich auf Papier bannte und schön mit Garn zusammennähte, schenkte ich meiner damals einjährigen Schwester. Welche sie umgehend ansabberte und dann auf aß, bis meine Mutter gerannt kam und ihr das zerkaute Papier wegnahm, da die Geschichte mit Filzstift aufgeschrieben und illustriert worden war.
Nach dieser ersten, sehr harten, Kritik ließ ich es erst einmal mit dem Schreiben. Bis zu dem einen Sommer gute fünf Jahre später. Als mir und einer Freundin der Lesestoff ausging, machten wir aus der Not und unserer Leidenschaft für Star Trek kurzerhand eine Tugend. Wir kauften uns jede eine Kladde, Stifte, hingen eine Weile unseren Ideen nach und entwarfen unser eigenes Raumschiff, erweckten unsere eigene Mannschaft zum Leben und ließen sie jede Menge Abenteuer bestehen, die wir uns anschließend gegenseitig vorlasen. Von da an hatte mich das Schreibfieber gepackt und für die nächsten Jahre verbrachte ich meine Freizeit im luftleeren Raum, bis die Anforderungen der Ausbildung mir wieder zu wenig Zeit zum Schreiben ließen.

Mein Comeback
Mein neuestes Comeback erlebte ich, weil ich einer starverliebten Freundin „nur“ einen Gefallen tun wollte. Da ich es unfair fand, dass im normalen Leben eben keine Begegnungen und Romanzen
zwischen Stars und Ottilie Normalverbraucher stattfinden, beschloss ich ihr zu helfen, um sie wenigstens in der Fantasiewelt zu ihrem Abenteuer und ihrer Liebe kommen zu lassen. Dass sich das Projekt dann zu einem dreibändigen Werk und meiner ersten Veröffentlichung auswachsen würde, war mir da noch nicht bewusst. Dennoch war das die Sekunde in der Charlotte und Thomas bei mir Einzug hielten und meine Leidenschaft für das Schreiben wiedergeboren wurde. Seitdem sitze ich täglich entweder an einem meiner Projekte, schreibe oder überarbeite. Und wenn das nicht der Fall ist, werkle ich an meinem Blog, welcher nun auch schon seit fünf Jahren besteht oder versuche zu verhindern, dass die Katze sich von den Meerschweinchen fressen lässt.
Social Media – Wo man mich im Netz findet.

Wer nun neugierig geworden ist, kann sich gern auf meinem Blog (www.victoria-benner.de) umsehen. Dort gibt es jede Menge Leseproben, auch aus der Charlotte Triologie, und zahlreiche Artikel über mein Autorenleben.
Oder man sieht sich auf Twitter (vicbenner) oder Pinterest (Victoria Benner) wo man neben zahlreichen Fotos aus dem Schreiballtag auch immer mal wieder das eine oder andere Katzenfoto finden kann. Vorausgesetzt die Schweine haben die Katze nicht gefressen.

Erzähle etwas über deine Bücher
Ein wenig habe ich ja schon über die Entstehungsgeschichte von Charlotte und Thomas erzählt. Eigentlich sollten sie ein Gefallen für eine Freundin sein, aber dann… hat sich das Ganze verselbständigt und seitdem habe ich einen Haufen Freunde mehr, die mich inzwischen durch drei Bücher begleitet haben. Oder habe ich sie begleitet? Egal.

In allen Büchern geht es um die Beziehung zwischen Charlotte Grottinger, der Nachname ist hier Programm, sorry, aber ich sagte schon, dass ich einen Hang zu komplizierten Figuren habe? Also, es geht um die Beziehung zwischen Charlotte Grottinger und Thomas Donoghue, seines Zeichens Filmstar mit unschlagbar guter Laune, die sich … nun ja… an manchen Stellen doch recht dramatisch entwickelt, denn Charlotte hat ein Händchen für so etwas.

Schattensprung
© Victoria Benner

Schattensprung
Den Auftakt der Serie machte 2015 “Schattensprung” und in diesem Band begegnet Charlotte Thomas zum ersten Mal. Wobei diese Begegnung ihrer beider Leben nachhaltig verändern wird.
Charlotte, die ein, für eine Alleinerziehende, geradezu priviligiertes, aber auch langweiliges Leben in der Kleinstadt führt, wird sich im Lauf des Buches mit der Frage konfrontiert sehen, ob sie bereit ist ihre Vergangenheit ruhen zu lassen, Risiken einzugehen und über ihren Schatten zu springen bereit ist. Ob Charlotte das dann tut, werde ich natürlich nicht verraten, sonst ist ja die Spannung weg. Nur soviel sei gesagt: Wo Charlotte auftaucht ist Ärger zu erwarten.

Wer Lust bekommen hat sich “Schattensprung” näher anzusehen, der findet hier den Klappentext und auf meiner Webseite die ersten drei Kapitel als Leseprobe.

Wiedersehen in Berlin
© Victoria Benner

Wiedersehen in Berlin
Gute Freunde verlassen einen nicht. Und seine Erzfeinde verfolgen einen bis in die tiefsten Albträume! Das muss es ungefähr gewesen sein, was Charlotte zu Beginn des zweiten Bandes durch den Kopf gegangen ist, als nicht nur ihr Leben komplett auf dem Kopf, sondern auch sie überraschend vor Thomas steht. Immerhin hat sie ihre erste Begegnung mit ihm noch immer nicht verwunden. Wie
könnte sie, wenn die harte Realität sie ständig daran erinnert und sie sich mit Problemen auseinandersetzen muss, die sie vor ihrer Bekanntschaft mit Thomas nicht hatte. Doch ihr Weg Richtung Hölle, zumindest empfindet sie den Aufschlag in der Realität als solchen, wäre ja nur halb so lustig, wenn man sie ihn allein bestreiten müsste. Damit das nicht der Fall ist, habe ich Charlotte im zweiten Band recht unterhaltsame Freunde an die Seite gestellt, von der eine Leserin einmal meinte: Jeder sollte eine Jackie in seinem oder ihrem Leben haben.
Während Charlotte mit den Widrigkeiten einer, manchmal recht unschönen Realität kämpft, muss Thomas sich in „Wiedersehen in Berlin“ darüber klar werden, ob und was er noch für Charlotte empfindet, was er für die Zukunft möchte und ob und wie er Charlotte davon überzeugen kann seine Version der Zukunft zu teilen.

Warum Charlotte diese Zukunft nicht teilen sollte ist mir persönlich ziemlich unklar, abgesehen davon, dass ich keine Happy Ends mag, aber gut, nicht alles, was glänzt ist Gold und Charlotte weiß nicht erst seit „Schattensprung“, dass die Beziehung zu einem Star Schattenseiten in mehr als nur einer Hinsicht hat.

Lotte in London
© Victoria Benner

Lotte in London
Das Leben ist eine Reihe von Veränderungen. Ich denke, das ist die Essenz von „Lotte in London“, wenn man denn versuchen wollte das Buch in nur einem Satz auszudrücken. Manche dieser Veränderungen sind zum Guten. Manche leider auch nicht.

Nachdem Charlottes Leben von „Schattensprung“ zu „Wiedersehen in Berlin“ sich verändert hat, erwartet sie nun ein neuer Abschnitt in ihrem Leben und in ihrer Beziehung. Ob dieser allerdings halten wird, was Charlotte sich davon verspricht? Natürlich hat Charlotte in „Wiedersehen in Berlin“ lernen müssen, dass das Leben kein Ponyhof ist, doch eigentlich ist sie, tief in ihrem Herzen, jemand, der immer darauf hofft, dass die Hoffnung am Ende nicht stirbt, sondern dass alles gut wird. Umso enttäuschter ist, sie, wenn sich die Realität nicht als Filmdrehbuch mit Happy End entpuppt und das Schlimmste ihrer neuen Lebensphase? Es gibt nicht einmal Jackie, die ihr bei ihren Höhen und Tiefen zur Seite stehen kann, wenn das Leben wieder linke Haken verteilt und Charlotte auf einmal auch ihren letzten Halt verliert. Doch so traurig das ist, Charlotte wäre nicht Charlotte, wenn sie nicht auch aus einem Schlammpfuhl eine Bühne für ihren Auftritt machen könnte. Daher: Ein Leben an der Seite Thomas mag nicht sein, was Charlotte sich erträumt hat, aber ein Leben an ihrer Seite ist garantiert alles Mögliche, nur nicht langweilig.


Vielen Dank liebe Victoria, dass du dir Zeit genommen hast meine Fragen zu beantworten.
Kennst du schon das Buch von Victoria?
Wenn ja, wie hat es dir gefallen?

Signatur Buchblog angeltearz liest

Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag / Autor.

Diesen Beitrag teilen und liken
Loading Likes...
Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.



* Beim Abschicken deines Kommentares akzeptierst du, dass deine Daten auf angeltearz-liest.de gespeichert und verarbeitet werden. Detaillierte Informationen findest du in meiner Datenschutzerklärung.