Im Gespräch mit der Autorin Maria Zaffarana

Interviews mit Autoren und Autorinnen
Dass hinter jedem Buch ein/e Autor/in steckt, ist bekannt. Irgendwer muss sich ja diese mega Geschichte ausgedacht haben, die zwischen den beiden Buchdeckeln verborgen ist.
Aber leider bekommen diese viel zu wenig Aufmerksamkeit. Finde ich zumindest.

Deswegen möchte ich dir heute die Autorin Maria Zaffarana vorstellen. Ich persönlich kenne ihre Bücher leider noch nicht.

Hey Maria

Autorin Maria Zaffarana
© Maria Zaffarana

Wer bist du? Stell dich vor!
Ich bin Maria, komme aus Köln.
Bin hauptberuflich Lektorin, Journalistin und im Nebenjob Autorin.

Seit wann schreibst du?
Ich schreibe seit über 30 Jahren. Genauer: seitdem ich 13 Jahre alt bin. Allerdings sind die Anfänge etwas holprig gewesen. Das war eher ein kindliches Sich-Austesten. Ernsthaft wurde es erst, als ich 16 war. Da habe ich mich an Gedichte herangewagt, dann kamen Kurzgeschichten dazu, die ich unter Pseudonym meinen Freunden und auch Lehrern vorgetragen habe. Das kam damals gut an und ich hatte ein tolles Feedback. Später entstanden dann die ersten Romane. In unregelmäßigen Abständen gebe ich außerdem Anthologien heraus. Denn ich möchte junge Talente fördern und Profis zum Gedankenaustausch bitten – wie gerade bei meiner aktuellen Ausschreibung. Da suche ich Autoren, die sich zum Thema “Wie entsteht Wortkonfekt?” äußern.

Gab es ein ausschlaggebendes Erlebnis, das dich zum Schreiben gebracht hat?
Nein. Es überkam mich einfach. Ich fühlte auf einmal das dringende Bedürfnis zu schreiben. Das war wie essen: Ich musste einfach zum Stift greifen und etwas zu Papier bringen. Ich wäre verhungert, wenn ich diesem Drang nicht nachgegeben hätte!

Liest du selber gerne Bücher und welches Genre?
Ich lese für mein Leben gern.
Sehr früh habe ich damit begonnen, Bücher regelrecht zu verschlingen. Das Lesen war und ist für mich wie eine Offenbarung, die mir das Tor zur Welt öffnet. Ich habe wundervolle Autoren entdeckt, die mich mit ihrer literarischen Sprache be- und verzaubert haben. Sie haben mich, mein Denken, Fühlen und vor allem mein eigenes Schreiben geprägt.

Klassiker haben es mir in meiner Jugend angetan. Als junge Studentin habe ich jeden Cent in Bücher investiert und musste mir später einen ganzen Raum dafür im Haus freischaufeln, den ich heute als Bibliothek und Arbeitszimmer nutze. Im Laufe der Jahre habe ich mich vielen anderen Genres geöffnet. Das finde ich wichtig: alle Facetten, die die Literatur zu bieten hat, kennen zulernen. Ich mag die bunte Vielfalt, gebe jedem Buch eine Chance – privat wie beruflich.

Bibliothek von Maria Zaffarana
© Maria Zaffarana

Hättest du vielleicht einen ultimativen Buchtipp?
“Willkommen Mr. Mackenzie” von Neil Bissoondath oder “Klippen” von Olivier Adam. Diese beiden Romane berührten mich, weil sie von einer unglaublichen sprachlichen Eleganz sind. Die Autoren schlagen darin leise, sanfte Töne an und verursachen gerade damit einen unüberhörbaren Knall. Sie hinterlassen sinnbildlich unauslöschliche Spuren im Kopf und im Herzen. Genau das macht für mich gute Literatur aus.

Gibt es unter deinen eigenen Büchern ein Buch, das du am liebsten magst?
Ja, ganz eindeutig: mein neues Buch, das im nächsten Jahr verlegt wird.

Warum?
Weil mich der Protagonist in der Schaffensphase sehr amüsiert hat. Ich habe mit ihm gelacht, gelitten und gehofft. Es ist ein sehr humorvoller Roman, sehr lebendig – vielleicht mein intensivstes Buch.

Im Jenseits gibt es keine Pralinen

“Stillos wie eine schlaffe Mettwurst sackt Albert Friedberg auf dem eiskalten Fußboden seiner Küche zusammen – und stirbt. Umgehend ernüchtert ist er, als er sich bei seiner eigenen Beerdigung wiederfindet und unmittelbar danach in einer gegenstandslosen Landschaft auf Heinrich Böll, sein großes Idol, trifft.Nicht weniger aufwühlend ist die Begegnung mit seiner Mutter, mit der er entlang einer mit Emotionen und Erinnerungen gesäumten Straße ein rot getünchtes, gebäudeähnliches Konstrukt erreicht, das sogenannte Syndikat. Dort sieht sich der Schriftsteller inquisitorischen Fragen gegenüber, die mit zügelloser Schamlosigkeit in ihn eindringen.Ausgesetzt einem Strom von Erinnerungen, Zweifeln und Selbstreflexionen, gelangt er zu einer bitteren Erkenntnis. Ist das die Chance für einen Neuanfang? Und kann Heinrich Böll ihm dabei sogar helfen?”
~ Klappentext

Hast du eine Website und bist du im Social Media unterwegs? Und wie kann man dir folgen?
Als Autorin finden mich die Leser unter www.mariazaffarana.de, als Lektorin unter www.korrektoratlektorat.de und als Journalistin bei www.carpegusta.de.
In Social Media bin ich zu finden unter
www.facebook.com/maria.zaffarana, www.facebook.com/drmariazaffarana,
www.instagram.com/carpegusta_literatur und www.twitter.com/lektoratmz.


Vielen Dank liebe Maria, dass du dir Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten.
Kennst du schon das Buch von Maria?
Wenn ja, wie hat es dir gefallen?

Signatur Buchblog angeltearz liest

Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag / Autor.

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