Im Gespräch mit der Autorin Jennifer Fenzel

Interviews mit Autoren und Autorinnen
Dass hinter jedem Buch ein/e Autor/in steckt, ist bekannt. Irgendwer muss sich ja diese mega Geschichte ausgedacht haben, die zwischen den beiden Buchdeckeln verborgen ist.
Aber leider bekommen diese viel zu wenig Aufmerksamkeit. Finde ich zumindest.

Deswegen möchte ich dir heute die Autorin Jennifer Fenzel vorstellen. Ich persönlich kenne ihr Buch leider noch nicht, aber vielleicht komme ich ja irgendwann dazu es zu lesen.

Hey Jenny

Autorin Jennifer Frenzel
© Jennifer Frenzel

Wer bist du? Stell dich vor!
Hallo, ihr Lieben, mein Name ist Jennifer. Ich bin gerade 30 Jahre alt geworden. Mein Herz schlägt für Bücher und Spiele, daher bin ich auch als Autorin und Streamerin tätig. Ich liebe Fantasygeschichten, in welchen ich in völlig neue Welten eintauchen kann. In meiner Kindheit habe ich den Doppelband “Feuerfrost. Der Mond von Gomrath” von Alan Garner verschlungen, darum zählt er bis heute zu meinen Lieblingsbüchern. Ebenso haben mich die Abenteuer der drei Detektive Justus, Peter und Bob bis heute nicht losgelassen und ich stürze mich weiterhin regelmäßig in die Abenteuer der drei ???.

Im Dezember 2019 habe ich mein erstes Buch “Nadia Johnson: Im Schatten der schwarzen Rose” als eBook und Softcover auf Amazon veröffentlicht. Für mich war es ein langer, manchmal sehr anstrengender Weg bis zur Erfüllung dieses Traums.

Seit ich mich erinnern kann, war ich von Geschichten fasziniert. Als kleines Kind habe ich Hörbücher geliebt. Bereits in der Grundschule habe ich damit begonnen selbst Geschichten und Gedichte zu schreiben. Damals waren es noch verhältnismäßig kurze Geschichten, die mit der Zeit immer länger wurden. Mir war bereits früh klar, dass ich beruflich gerne etwas mit Büchern machen möchte. Im Hinterkopf hatte ich immer den Wunsch als Schriftstellerin mein Geld zu verdienen, doch wie realistisch war das? Ich habe mir leichter umzusetzende Ziele gesetzt, zunächst ein Praktikum in der Stadtbibliothek gemacht und mir vorgenommen später etwas in diese Richtung zu studieren. Für mich privat habe ich allerdings nie aufgehört zu schreiben. Da ich von Lehrern und meiner Familie immer wieder Komplimente zu meinen Werken bekommen habe, habe ich mich mit 16 Jahren dazu entschieden, doch mein Glück bzw. Stift und Papier in die Hand zu nehmen und ein Buch zu verfassen. Ich begann mit “Nadia Johnson: Im Schatten der schwarzen Rose”.

Leider durchlebte ich damals eine sehr schwierige Zeit, ich litt an Depressionen. Ich zog mich mehr und mehr zurück, begann immer stärker an mir selbst zu zweifeln. Zu dieser Zeit wurde mein Buch gleichermaßen Fluch und Segen für mich. Zum einen war es oft der einzige Grund, weshalb ich morgens bereit war aufzustehen, zum anderen hasste ich es genau dafür. Mein Buch wurde zu meiner Zuflucht. Wenn ich genug von der Welt hatte, vertiefte ich mich in die Welt, die ich erschuf. Die Protagonisten darin wurden zu meinen Freunden. Als das Buch fertig war, hatten mich meine Selbstzweifel jedoch bereits so sehr entmutigt, dass ich es nicht wagte, jemanden darum zu bitten, es Probe zu lesen. Als ich mich schließlich doch dazu überwand, wurde ich von vielen gelobt, es gab jedoch auch Kleinigkeiten, die bemängelt wurden. Diese wären leicht zu verbessern gewesen, doch in meinem Zustand, sah ich alles nur Schwarz und so gab ich meinen Traum auf Schriftstellerin zu werden. Ich widmete mich verstärkt meiner Ausbildung, doch diese machte mich nicht wirklich glücklich. Lange Zeit wusste ich überhaupt nicht, was ich eigentlich wollte. Die Gedanken an mein Buch und an das Schreiben ließen mich nicht los.
Im Dezember 2015, da war ich gerade 25, erkrankte ich an Brustkrebs. Das Jahr 2016 verbrachte ich zum größten Teil im Krankenhaus. Ich bekam mehrere Chemotherapien, wurde operiert und abschließend musste ich noch zur Bestrahlung. Am 06.12.2016 wurde mir mitgeteilt, dass der Krebs besiegt sei. Ich war damals nicht nur erleichtert, sondern sah die Welt und das Leben mit anderen Augen. Die Erkrankung hatte ihre Spuren hinterlassen, nicht nur äußerlich, sondern vor allem seelisch. Ich war nicht mehr die Selbe, wie vor dem Krebs, doch das war etwas Gutes. Mir war viel deutlicher klar geworden, was im Leben für mich wichtig ist, was ich erreichen möchte und womit ich mich umgeben will. Einer der wichtigsten Punkte dabei: Ich möchte Schreiben. Ich möchte Bücher schreiben, die Leser mit ihnen berühren und manchen von ihnen vielleicht sogar in schweren Zeiten eine Zuflucht bieten, so wie “Nadia Johnson: Im Schatten der schwarzen Rose” für mich eine Zuflucht war. Ich machte meinen Abschluss und anschließend begann ich selbstständig als Autorin und Streamerin zu arbeiten. Ich überarbeitete mein Buch, dann veröffentlichte ich es auf Amazon. Insgesamt dauerte es 13 Jahre bis zu diesem Punkt.
Ich bin unglaublich froh meinen Traum niemals ganz aufgegeben zu haben.

Aktuell arbeite ich an meinem zweiten Roman “Equilibrium: Das Auge des Ven”, einer Mischung aus Cyberpunk, Fantasy und Horror.

Natürlich bin ich auch auf Social Media unterwegs.
Du findest mich auf Twitter (@melikaDuester), Twitch (melikaduestermaerchen) und Patreon (melikaDüstermärchen).

Erzähle uns etwas über dein Buch / deine Bücher.
“Nadia Johnson: Im Schatten der schwarzen Rose” ist eine High Fantasy Geschichte mit Dark Fantasy Einflüssen. Sie richtet sich an Erwachsene, die Freude daran haben in fremde Welten einzutauchen, deren Regeln kennen zulernen, neue Spezies zu entdecken und dabei einen leichten Schauer den Rücken hinunterlaufen spüren wollen. Es handelt sich dabei um den ersten Teil einer Buchreihe.

Nadia Johnson

“Seit Jahren wird Nadia von seltsamen Träumen verfolgt. Als diese beginnen sie auch am Tag heimzusuchen, wird die junge Frau jedoch skeptisch. Handelt es sich dabei wirklich nur um Träume? Nadia bleibt kaum Zeit darüber nachzudenken. Ein Unfall befördert sie erneut in die fremde Welt Lyrathos, die von einer grausamen Königin unterjocht wird. Dieses Mal scheint es allerdings kein Erwachen zu geben. Nadias einzige Chance zu überleben, ist es sich dem Widerstand anzuschließen. Doch, wie soll sie als Normalsterbliche in einer Welt voller Monster überleben? Was hat es mit der schwarzen Rose auf sich, die ihr immer wieder begegnet? Ist dies alles nur eine Wahnvorstellung ihrerseits? Um Antworten auf ihre Fragen zu finden, machen sich Nadia, Efia und Reath auf die Suche nach dem Orakel von Bajuwah.”
~ Klappentext

Teile des Buches sind von typischen Rollenspielen, z.B. Final Fantay inspiriert. Es gibt sogar die eine oder andere Anspielung auf bekannte Spiele darin. Für mich ist schreiben, wie Therapie, daher spiegelt die Geschichte in den meisten Bereichen meine Gedanken, Gefühle und natürlich auch Einstellungen wider, z.B. die Tatsache, dass Nadia an das Gute in jedem glaubt und nicht denkt, dass jemand böse geboren wird. Abschiede fallen uns beiden sehr schwer. Wir hassen Enden.


Vielen Dank liebe Jenny, dass du dir Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten.
Kennst du schon das Buch von Jenny?
Wenn ja, wie hat es dir gefallen?

Signatur Buchblog angeltearz liest

Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag / Autor.

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