Im Gespräch mit dem Autor Oliver Schlick

Interviews mit Autoren und Autorinnen
Dass hinter jedem Buch ein/e Autor/in steckt, ist bekannt. Irgendwer muss sich ja diese mega Geschichte ausgedacht haben, die zwischen den beiden Buchdeckeln verborgen ist.
Aber leider bekommen diese viel zu wenig Aufmerksamkeit. Finde ich zumindest.

Deswegen möchte ich dir heute den Autor Oliver Schlick vorstellen. Ich persönlich kenne sein Buch leider noch nicht, aber vielleicht komme ich ja irgendwann dazu es zu lesen.

Hey Oliver

Autor Oliver Schlick
© Oliver Schlick

Wer bist du? Stell dich vor!
Ich wurde 1964 in Neuwied am Rhein geboren, lebe aber seit 1986 in Düsseldorf. Gearbeitet habe ich schon als Schlagzeuger, Schaufenstergestalter, Marktforscher, Sozialarbeiter – und seit ein paar Jahren auch als Autor. Seit 2014 habe ich vier Kinder-/Jugendromane und einen Roman für Erwachsene veröffentlicht. Soviel zu den Eckdaten meines Lebens. Viel interessanter sind aber oftmals die Dinge, die nicht in offiziellen Lebensläufen auftauchen.

Daher auch noch ein paar inoffizielle Informationen zu meiner Biographie:
1. Ich bin ausgewiesener Experte für Lakritze, habe sie schon in allen verfügbaren Formen und Geschmacksrichtungen probiert und kann nur sagen: Lakritze macht glücklich! Esst mehr Lakritze!
2. Ich finde, dass “A Day in the Life” von den Beatles der beste Popsong ist, der jemals geschrieben wurde.
3. Ich mag Schneekugeln und Blechspielzeug und habe auch ansonsten eine Vorliebe für scheinbar nutzlose Dinge.
4. Ich bin mir ziemlich sicher, dass jeder der die Musik von “The Cure” mag kein gänzlich schlechter Mensch sein kann.
5. Ich mag Brillen mit farbigen Gläsern, weil sie die Welt bunter machen.
6. Ich mag Feuersalamander und könnte sie stundenlang beobachten.
7. Als Kind habe ich geglaubt, das Rauschen des Windes in den Bäumen wäre eine Sprache – die wir leider nicht verstehen können.
8. Meine Lieblingszahl ist die 11.

Seit wann schreibst du? Gab es ein ausschlaggebendes Erlebnis, das dich zum Schreiben gebracht hat?
Es gab nicht den bestimmten Moment, in dem ich mit dem Schreiben begonnen habe. Es hat sich langsam entwickelt.
Ich habe in Bands gespielt und Songtexte geschrieben – und habe dann irgendwann den Ehrgeiz entwickelt, einen Roman zu schreiben und zu Ende zu bringen. Dabei habe ich festgestellt, wie viel Spaß es bereitet, während des Schreibens immer wieder in eine selbst geschaffene Welt einzutauchen. 2010 habe ich damit begonnen, kontinuierlich zu schreiben. 2014 wurde mein erster Roman “Salamandersommer” (der 2019 als “Die Farben des verschwundenen Sommers” neu veröffentlicht wurde) publiziert. Ihm folgten mehrere Jugendromane im Ueberreuter Verlag und nun mit “Das Crime-Zertifikat” mein erster Krimi. Ich konzentriere mich nicht auf eine bestimmte Altersgruppe und probiere mich gerne in verschiedenen Genres aus.

Liest du selber gerne Bücher und welches Genre? Hättest du vielleicht einen ultimativen Buchtipp?
Beim Lesen verhält es sich bei mir wie beim Schreiben. Ich lese querbeet. Belletristik und Sachbücher (sehr gerne Biographien).

Ich habe keine Vorliebe für ein bestimmtes Genre, wohl aber für bestimmte Autoren. Und wenn du mich nach einem Buchtipp fragst: alles von Hakan Nesser, den ich sehr bewundere, weil er so vielseitig ist. Mein persönlicher Favorit seit vielen Jahren: “Kim Novak badete nie im See” von Genezareth. Eine wunderbare Coming-of-Age-Geschichte, die mit einem Kriminalfall verwoben ist.

Gibt es unter deinen eigenen Büchern ein Buch, das du am liebsten magst? Warum?
Wie bei den meisten Autoren ist auch bei mir immer das aktuelle Buch das Lieblingsbuch. Insbesondere, da mir die Arbeit an der Geschichte die Möglichkeit gab, meinen Frust über den in unserer Gesellschaft vorherrschenden Optimierungswahn in kreativer Weise zu bearbeiten. Ich glaube, dass uns nicht nur unsere Stärken, sondern auch unsere Schwächen ausmachen. Der Optimierungswahn und der Anspruch immer perfekt sein zu müssen führt letztlich zu einer Entindividualisierung und einer Gleichmacherei, die mir zutiefst zuwider ist. “Das Crime-Zertifikat” beschreibt diesen Prozess in satirischer Form: Betriebswirtschaftliche Optimierungen wie Controlling und Qualitätsmanagement machen auch vor dem organisierten Verbrechen nicht halt und stürzen eine Bande sympathischer Kleinkrimineller ins Verderben.

Das Crime-Zertifikat

“Verbrechen mit Qualität Pius Nordberg liebt Zitronenschaumcreme, schwärmt für Lana Del Rey und führt ein entspanntes Ganovendasein als Geldeintreiber für Gangsterboss Papa Ambros. Die Beschaulichkeit endet jäh, als Papa Ambros zu Tode kommt. Unfall oder Mord? Diese Frage lässt Pius nicht zur Ruhe kommen. Doch damit nicht genug. Gleichzeitig muss er grundlegende Änderungen in seinem Arbeitsalltag verkraften: Nach Papa Ambros Tod leitet dessen überambitionierter Sohn das kriminelle Geschäft und führt Controlling-Maßnahmen und Zertifizierungsprozesse ein. Während Pius sich mit den absurden Zumutungen des Qualitätsmanagements herumplagt, ereignet sich ein zweiter mysteriöser Todesfall Pius findet sich in einem gefährlichen Katz-und-Maus-Spiel mit einem Mörder wieder …”
~ Klappentext

Hast du eine Website und bist du im Social Media unterwegs? Und wie kann man dir folgen?
Ausführliche Informationen zu Büchern und Autor findet man auf meiner Webseite www.oliver-schlick.de
Außerdem gibt es mich auf Facebook.


Vielen Dank lieber Oliver, dass du dir Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten.
Kennst du schon das Buch von Oliver?
Wenn ja, wie hat es dir gefallen?

Signatur Buchblog angeltearz liest

Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag / Autor.

Diesen Beitrag teilen und liken
Loading Likes...

4 Kommentare bei “Im Gespräch mit dem Autor Oliver Schlick

  • Huhu Steffi,

    interessantes Interview! Ich habe von Oliver Schlick bisher nur ein Buch gelesen, fand das aber sehr schön! :)
    “Das Crime Zertifikat” klingt auch interessant und witzig, das schaue ich mir mal näher an! :D

    Liebe Grüße
    Alica

  • Ich habe Oliver Schlick letztes Jahr bei der Jugendbuchwoche in Braunschweig getroffen. Meine Tochter hat sich auch ein Buch von ihm gekauft und signieren lassen. Sie fand es richtig toll – damit hatte ich gar nicht gerechnet, weil ich dachte, es ginge um Elfen. :-D Das Buch heißt “Penny Maroux und das Geheimnis der 11” und ich habe statt Elfer-Kinder scheinbar Elfenkinder gelesen.

Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.



Bitte beachte: Beim Abschicken deines Kommentares akzeptierst du, dass deine Daten auf angeltearz-liest.de gespeichert und verarbeitet werden. Detaillierte Informationen findest du in meiner Datenschutzerklärung.