Im Gespräch mit dem Autor Mark Roderick

Interviews mit Autoren und Autorinnen
Dass hinter jedem Buch ein/e Autor/in steckt, ist bekannt. Irgendwer muss sich ja diese mega Geschichte ausgedacht haben, die zwischen den beiden Buchdeckeln verborgen ist.
Aber leider bekommen diese viel zu wenig Aufmerksamkeit. Finde ich zumindest.

Deswegen möchte ich dir heute den Autor Mark Roderick vorstellen. Ich persönlich kenne seine Bücher leider noch nicht, aber vielleicht komme ich ja irgendwann dazu wenigstens eines zu lesen.

Hey Mark

Autor Mark Roderick
© Mark Roderick

Wer bist du? Stell dich vor!
Ich bin 52 Jahre alt, wohne mit meiner Familie und zwei Katzen in der Nähe von Stuttgart und schreibe seit 2016 Thriller unter dem Namen Mark Roderick. Allerdings habe ich lange davor mit dem Schreiben begonnen und eine ganze Reihe von Büchern veröffentlicht, teils unter meinem richtigen Namen (Boris von Smercek), teils unter anderen Pseudonymen (Tom Nestor, Tom Emerson).

Aber auf die Bestsellerliste habe ich erst als Mark Roderick geschafft. Ehrlich gesagt, bin ich darauf ziemlich stolz, weil dieser Erfolg hart erarbeitet war. Ich schreibe ja nicht hauptberuflich, sondern nur „nebenher“ – in der S-Bahn auf dem Weg in die Arbeit, in meiner Mittagspause, auf dem Heimweg, abends und am Wochenende auch gerne mal in den frühen Morgenstunden, wenn der Rest der Familie noch schläft. Das ist trotz aller Motivation manchmal durchaus auch anstrengend. Deshalb hat mich der Sprung auf die Bestsellerliste besonders gefreut. Es hat mir gezeigt, dass sich das jahrelange Durchhalten gelohnt hat.

Seit wann schreibst du? Gab es ein ausschlaggebendes Erlebnis, das dich zum Schreiben gebracht hat?
Dieses Jahr feiere ich gewissermaßen Jubiläum. Vor genau 25 Jahren, im Sommer 1995, habe ich mit dem Schreiben begonnen.
Damals hatte ich gerade mein Studium beendet und als Ausbilder bei der Kreissparkasse Ludwigsburg Fuß gefasst. Allerdings war mein Jugendtraum ursprünglich ein anderer: Ich wollte Filmregisseur werden. Das hat nicht geklappt, weil die Fragen der Aufnahmeprüfung der Filmhochschule München mich so erschreckt haben, dass ich mich dort nie beworben habe. Nach dem Abitur habe ich dann (sehr zur Erleichterung meiner Eltern) BWL studiert und wie gesagt bei der Sparkasse begonnen. Aber die Filmideen, die als Jugendlicher in meinem Kopf herumspukten, waren immer noch da.

Deshalb beschloss ich 1995, in meinem Sommerurlaub nicht wegzufahren, sondern ein Buch zu schreiben. Drei Wochen lang war ich jeden Vormittag im Freibad, um mit Stift und Papier meine Geschichte weiterzuentwickeln. Am Mittag, wenn es im Freibad dann voll wurde, habe ich meine Sachen gepackt, bin nach Hause und habe mich bis zum Abend an den Computer gesetzt, um zu schreiben. In meiner Naivität dachte ich, dass das Buch nach drei Wochen fertig sein müsste, aber das war natürlich ein Irrtum. Es hat danach noch den Winterurlaub, den nächsten Sommerurlaub und unzählige Abende und Wochenenden gedauert – insgesamt rund zwei Jahre –, bis der Roman beendet war. Er heißt „Tod im Regenwald“ und ist erstmals 1998 erschienen.

Liest du selber gerne Bücher und welches Genre? Hättest du vielleicht einen ultimativen Buchtipp?
Da meine Freizeit – also das, was nach Job, Familie und Schreiben noch übrig bleibt –, sehr knapp bemessen ist, komme ich leider nur noch selten zum Lesen.
Wenn, dann am liebsten Thriller oder hin und wieder auch gerne mal einen historischen Roman. Die besten Bücher, die ich kenne, sind “Die Säulen der Erde” und “Die Pfeiler der Macht” von Ken Follett sowie im Thrillerbereich “Verblendung” (Stieg Larsson) und “Erbarmen” (Jussi Adler-Olsen).

Gibt es unter deinen eigenen Büchern ein Buch, das du am Liebsten magst? Warum?
“Tod im Regenwald” wird für mich immer einen besonderen Platz einnehmen, weil es mein erstes veröffentlichtes Buch war. Hätte das damals nicht geklappt, würde ich heute vielleicht nicht mehr schreiben, wer weiß?

Das zweite Buch, das mir besonders am Herzen liegt, ist der erste Band der Post Mortem-Reihe: “Tränen aus Blut”, weil es mein erster Bestseller war. Davor haben mich viele als “Hobby-Schreiberling” belächelt, mit Tränen aus Blut habe ich allen bewiesen, dass man auch nebenberuflich ein ernstzunehmender Autor sein kann.

Post Mortem

“Ein Blick in die Hölle…
Eine Familie verschwindet spurlos. Ein Mann stirbt durch zwei Schüsse. Er war Reporter, einer großen Sache auf der Spur. Kurz vor seinem Tod sendet er noch zwei Nachrichten: eine an seinen Bruder Avram Kuyper, einen skrupellosen Profi-Killer, und eine an Emilia Ness, eine unbestechliche Interpol-Agentin. Avram soll ihn und seine Familie rächen, Emilia den Fall vor Gericht bringen. Beide sehen das Horror-Video, das ihnen jemand zuspielt. Beide blicken direkt in den Schlund der Hölle. Wer ist diese Bestie, die kein Gewissen und keine Grenzen kennt? Können Avram und Emilia ihn gemeinsam zu Fall bringen?”
~ Klappentext

Hast du eine Website und bist du im Social Media unterwegs? Und wie kann man dir folgen?
Ich habe natürlich eine Website: www.mark-roderick.de.
Außerdem tummle ich mich auch auf Facebook und Instagram herum. Da ich aber von Social Media ungefähr so viel Ahnung habe wie von Raketenphysik, bin ich da ziemlich simpel aufgestellt. Bitte glaubt nicht, dass ihr von mir jemals einen Newsfeed oder einen Beitrag in meiner „Story“ erhalten werdet, und an Twitter bin ich kläglich gescheitert. Deshalb denkt daran: Ich bin ein alter Mann! Helft mir, indem ihr mir ganz einfach auf Instagram folgt (mark_roderick_autor) oder mir eine Facebook-Freundschaftsanfrage schickt.
Alles andere überfordert mich leider


Vielen Dank lieber Mark, dass du dir Zeit genommen hast meine Fragen zu beantworten.
Kennst du schon das Buch vom Mark?
Wenn ja, wie hat es dir gefallen?

Signatur Buchblog angeltearz liest

Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag / Autor.

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