Im Gespräch mit dem Autor H.G. Schulz

Interviews mit Autoren und Autorinnen
Dass hinter jedem Buch ein/e Autor/in steckt, ist bekannt. Irgendwer muss sich ja diese mega Geschichte ausgedacht haben, die zwischen den beiden Buchdeckeln verborgen ist.
Aber leider bekommen diese viel zu wenig Aufmerksamkeit. Finde ich zumindest.

Deswegen möchte ich dir heute den Autor H.G. Schulz vorstellen. Ich persönlich kenne sein Buch leider noch nicht.

Hey Horst

Autorin H.G. Schulz
© H.G. Schulz

Wer bist du? Stell dich vor!
Ich habe ein Unternehmen der Finanzbranche geleitet und war in der glücklichen Lage, mich mit Mitte Fünfzig aus dem Berufsleben zurückzuziehen.
Während der Berufstätigkeit war ich viel unterwegs und traf facettenreiche Charaktere in unterschiedlichen Kulturen, die meine Phantasie anregten. Ich verbrachte viel Zeit an Flughäfen, in Hotels oder endlosen Verhandlungen. Schon damals machte es mir großen Spaß, Menschen zu beobachten, Situationen zu interpretieren und sie für mich weiter zu spinnen.

Wenn mir meine wenige Freizeit Muße ließ, entstanden in meinem Kopf daraus Geschichten, die meine Zuhörer – wie sie sagten – sehr genossen. Sie forderten mich auf, die Erzählungen niederzuschreiben. Allerdings fehlte mir damals dafür der Antrieb.

Seit wann schreibst du? Gab es ein ausschlaggebendes Erlebnis, das dich zum Schreiben gebracht hat?
Nach dem Ende meiner beruflichen Tätigkeit benötigte ich einige Zeit, um Abstand zu gewinnen, Ruhe zu finden und wieder im realen Leben anzukommen. Danach begann ich mit dem Schreiben, musste jedoch feststellen, dass Kurzgeschichten nicht mein Ding sind. So stürzte ich mich lieber ins Abenteuer, einen Roman zu schreiben. Ich verschlang die einschlägigen Ratgeber, besuchte Seminare und sog alles auf, was es zu finden gab. Dabei unterschätzte ich die Zeit, die es braucht, als Selfpublisher das erste Buch einigermaßen professionell auf den Markt zu bringen, total. Allerdings wuchs in dieser Zeit die Passion zu schreiben.

Schließlich veröffentlichte ich meinen ersten Roman Machtspiel um Kiribati. Dabei entstand eine echte Leidenschaft: Menschen, denen ich begegnet bin, zu charakterisieren sowie Politisches, Soziales und Gesellschaftliches fundiert zu recherchieren. Als persönliche Note versuche ich zudem, meine Romane mit einer gehörigen Prise eigener Erfahrungen und Phantasie zu würzen.

Liest du selber gerne Bücher und welches Genre? Hättest du vielleicht einen ultimativen Buchtipp?
Ja, ich lese sehr gerne. Schon als Kind habe ich Bücher verschlungen, damals ganz viel Historisches. Die Liebe zur Geschichte ist geblieben. Viel, viel später bin ich dann auf Martin Suter gestoßen. An ihm gefällt mir die Vielfalt der aktuellen Themen, die er aufgreift. So z. B. in Montecristo, in dem er die Finanzwelt unter die Lupe nimmt, was auch die Intention meines ersten Buches Machtspiel um Kiribati war.

In letzter Zeit lese ich gern Robert Harris. Mir gefällt, wie er historische Ereignisse ins Rampenlicht rückt, indem er sie abwandelt und daraus eigene Kompositionen entwickelt. Vaterland ist so ein Klassiker.

Gibt es unter deinen eigenen Büchern ein Buch, das du am liebsten magst? Warum?
In meinen Büchern versuche ich, ein aktuelles Thema mit einer spannenden Geschichte zu kombinieren. In Machtspiel um Kiribati verknüpfe ich die dramatischen Auswirkungen des Klimawandels auf die Länder der Südsee durch den Anstieg des Meeresspiegels mit den Charakterisierungen der Manager in den Chefetagen und ihren Handlungsweisen.
Im aktuellen Roman Mission Afrikakonferenz führe ich die Leser an die Bedeutung der Kongo-Konferenz, auf der Afrika in Berlin im Winter 1884/5 aufgeteilt wurde, heran. Ich schildere das Schicksal eines Flüchtlings aus dem Kongo, der sich ins heutige Berlin durchschlägt, um dort Gerechtigkeit für seinen geschundenen Kontinent einzufordern. Es ist kein historischer Roman, vielmehr wird ein historisches Ereignis in einen spannenden Roman der Gegenwart eingebunden.

Am Liebsten mag ich das aktuelle Buch. Wahrscheinlich wird das auch immer so sein, weil mein Herzblut stets am aktuellen Projekt hängt.

Mission Afrikakonferenz: Tatort Berlin

“Berlin 1885
Afrika wird auf der Afrikakonferenz unter den Industrienationen aufgeteilt.

Berlin heute
Niam, ein junger Kongolese, hat sich durchgeschlagen. Im Gegensatz zu Hunderttausenden anderer Afrikaflüchtlinge hat er eine Mission: Er sucht in Berlin Gerechtigkeit für seinen geschundenen Kontinent.

Als Asylant überwindet Niam auf seinem Weg alle Rückschläge. Ja, er setzt sogar seine neu gewonnene sichere Existenz aufs Spiel – alles für dieses eine Ziel. Wird es ihm gelingen? Gibt es eine zeitgemäße Antwort auf die Kolonisierung des Kontinents?”
~ Klappentext

Hast du eine Website und bist du im Social Media unterwegs? Und wie kann man dir folgen?
Da sich meine Bücher mit aktuellen Themen beschäftigen, sammle ich Hintergrundinformationen dazu und ergänze sie laufend auf meiner Website
https://www.hg-schulz.de/mission-afrika-konferenz/hintergrundinfos/.
So ist dort unter anderen der Hinweis auf einen aktuellen Artikel in der FAZ zu finden, in dem beschrieben wird, wie Menschenschmuggler coronabedingt die ersten Migranten über das Mittelmeer wieder zurück nach Hause bringen.
Auf Facebook https://www.facebook.com/horst.guenther.schulz informiere ich natürlich auch meine Follower.

Liebe Steffi, vielen Dank für das Interview.


Vielen Dank lieber Horst, dass du dir Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten.
Kennst du schon das Buch von Horst?
Wenn ja, wie hat es dir gefallen?

Signatur Buchblog angeltearz liest

Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag / Autor.

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