Bloggerwelt

Rezensionsexemplare und ich

Der Titel ist gewollt so gewählt. Ich würde ganz gerne in paar Worte zu den Rezensionsexemplaren schreiben. Worte, die unbedingt in einen Blogbeitrag verfasst werden wollen.
Ich möchte das als eine Art Erfahrungsbericht niederschreiben. Vielleicht kann ich dadurch sogar den einen oder anderen Blogger bzw. Autor / Verlagsmenschen an die Hand nehmen. Und dich Leser, der damit eigentlich nicht in Berührung kommt, ein wenig darüber zu erzählen.

Eins vorweg, weil ich die Buchblase mittlerweile gut kenne: Sollte sich irgendwer angegriffen fühlen, das ist nicht meine Absicht.


Was sind Rezensionsexemplare überhaupt?

Ich fange mal ganz vorne an, falls wer noch nicht weiß, was das überhaupt ist. Rezensionsexemplare erhalten wir Blogger in der Regel kostenlos. Das können Prints, eBooks oder Hörbücher sein. In der Regel ist dort die Bitte mit übermittelt, das Buch zu lesen bzw. zu hören und dann die Meinung dazu online zu stellen. Eigentlich ganz einfach. Manchmal gibt es dann noch eine Frist, die zu beachten ist, wann die Rezension online gehen sollte oder auch erst darf.


Ja oder nein?

Hihi, ja darüber streitet sich die Buchbloggerblase immer wieder. Die Einen finden Rezensionsexemplare genial und betteln sich quer durch die Verlage oder nerven Autoren. Die Anderen nehmen generell keine Rezensionsexemplare an. Aus den unterschiedlichsten Gründen.

Ich persönlich nehme Rezensionsexemplare an. Nur Printbücher aktuell, da ich Hörbücher langweilig finde und auch keinen eBook-Reader besitze. Ja, Schande auf mein Haupt. Aber und zwar ein ganz dickes Aber, ich nehme nicht alles an, was mir angeboten wird. Auch frage ich nicht alles an, was ich gut finde. Rezensionsbücher lese ich zeitnah und möchte diese nicht in meinem Regal versauern lassen. Es bringt auch nichts ungelesene Bücher zu horten, die man noch unbedingt lesen muss, weil es ja eine Rezension geben muss.

Bei jeder Anfrage, die ich erhalte, lese ich mir eine Leseprobe durch. Und dann entscheide ich spontan, ob ich das Buch ganz lesen möchte. Wenn ich bei Verlage anfrage, dann habe ich mich über das Buch schon sehr viel informiert und möchte es ganz unbedingt lesen. In der Regel kaufe ich es dann auch, wenn ich es nicht gestellt bekomme. Ich bin da nicht so.
Aber, wenn man hier ehrlich ist, ist kostenlos immer besser. Da ich es ja so oder so rezensiere.
Ich gebe mir selber aber immer eine eigene Frist. Wenn die Frist vom Verlag nicht kürzer ist, muss ich ein Buch innerhalb von 2 Monaten gelesen und rezensiert haben. Wenn das mein Lesepensum nicht zulässt, nehme ich entweder keine Exemplare mehr an oder frage nicht mehr danach. Gut, so handhabe ich das. Auf jeden Fall kein Stress!


Behandel ich Rezensionsexemplare anders?

Naja, wenn wir ehrlich sind, ist jede Rezension Werbung. Ganz egal, ob wir das Buch selber gekauft, geschenkt bekommen, getauscht oder vom Verlag / Autor gestellt bekommen haben. Wir erzählen über das Buch, machen darauf aufmerksam. Wir üben Kritik aus und raten vielleicht sogar davon ab. Und sobald wir über etwas öffentlich (es kann jeder sehen!) machen wir darauf aufmerksam.
Deswegen finde ich es albern nur Rezensionsexemplare als Werbung zu deklarieren. Ich schreibe es zwar bei den Rezensionen, dass es sich um ein Rezensionsexemplar handelt. Aber vom Logischen her ist es Quark.

Aber trotzdem ist ein Buch ein Buch. Und so behandel ich es. Auch wenn der Mitarbeiter im Verlag oder der Autor so unglaublich nett ist. Oder ich ihn / sie sogar persönlich kenne. Ich mache da keinen Unterschied. Warum auch? Ich möchte, dass mein Blog meine ehrliche Meinung vertritt. Das ist mir unglaublich wichtig. Und wenn ein Buch Murks ist, dann ist es so. Es tut mir dann schon leid für den Autor, aber so ist das nun mal leider. Klingt härte als es ist.


Rezensionsexemplare



Das Negative

Leider ist nicht immer Gold, was glänzt. Und leider gingen mir auch schon ein paar Nerven verloren. Eigentlich sollte das ja nicht so sein, weil mein Blog mein Hobby ist und es ja durchweg Spaß machen sollte.
Aber ich finde, man sollte auch mal über das Negative schreiben. Du weiß ja, Ehrlichkeit und so.

Ich liebe den Kontakt mit Buchmenschen. Ich habe so tolle Leute dadurch kennen lernen dürfen und auch schon persönlich getroffen. Aber leider ist es so, dass gerade Kritik nicht gut aufgenommen wird. Ich kann es ja auch verstehen. Da sitzt man Jahre lang an seinem Buchbaby und denkt, dass es einfach nur perfekt ist als man es in die Freiheit entlassen hat. Dass es dann vielleicht nicht so gut ankommen könnte, knackt dann schon am Selbstbewusstsein. Ich habe einen riesigen Respekt vor jeden Autor. Ich bin schon immer ganz kribbelig, wenn ich einen Blogbeitrag online schicke, wie ist es dann bei einen Buch? Ich bin mir aber auch bewusst, dass es Leser gibt, die meinen Blog nicht mögen. Das sogar so auf mich projizieren und mich nicht mögen, obwohl sie mich noch nie persönlich getroffen haben. So ist das leider in der heutigen Welt.

Schlimm finde ich es aber dann, wenn man angezickt wird, weil die Rezension nicht so ist, wie es erhofft wurde. Wenn Ehrlichkeit plötzlich nicht mehr gewünscht ist. Wir Blogger werden immer häufiger als Werbeplattform angesehen. Ich möchte das nicht verallgemeinern, denn es gibt auch wirklich Autoren und Verlage, die das nicht so sehen. Aber leider gibt es diese Art von Menschen, die eine Lobeshymne auf ihr Buch erwarten und dann grantig werden, wenn es nicht so ist. Genau diese Menschen lassen mich dann überlegen, ob ich überhaupt noch Rezensionsexemplare annehme. Diese wenigen Menschen können so viele Emotionen auslösen, die ich eigentlich gar nicht mit meinem Blog anstrebe.

Leider ist es auch so innerhalb der Bloggerblase. Neider, Hass und einfach nur Böses kommen zum Vorschein. Auch hier kann ich nicht alle über einen Kamm scheren. Möchte ich auch gar nicht. Aber auch hier bin ich einfach sehr vorsichtig geworden, was die Kommunikation angeht. Kommentare im Blog abschalten? Wäre eine Überlegung! Das möchte ich aber dann doch nicht. Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung. Sie sollte aber weder verletzend noch persönlich werden. Früher in Chats nannte man es “Netiquette”. Man sollte auch einfach mal gönnen können.
Es gibt in dieser Bloggerblase aber auch schwarze Schafe. Das muss man leider auch sagen. Diese schwarzen Schafe machen es uns ehrlichen Blogger nicht einfach, eher im Gegenteil. Für uns ist es schwierig nicht über den “Abgreifer”-Kamm geschert zu werden, wenn man von sich sagt, dass man Rezensionsexemplare annimmt.

Blogartikel bedeuten Arbeit. Ich brauche für eine Rezension zwischen 1 und 2 Stunden inkl. Fakten raussuchen, Bilder machen / bearbeiten / hochladen und den Text schreiben. Dabei kann ich schon verdammt schnell mit allen zehn Fingern schreiben.
Ich habe manchmal das Gefühl, dass es nicht wahr genommen wird, dass es Zeit kostet. Dass diese Zeit in der eigenen Freizeit ist. Es ist meistens kein Job, sondern Freizeit. Das muss einigen Menschen oft noch mal vor Augen gehalten werden.
Das Lesen des Buches nehme ich jetzt mal nicht dazu, das sollte selbstverständlich sein. Und vor allem Arbeit. Mal eben schnell ist nicht, wenn es ordentlich sein soll. Ein Buch schreibt sich ja auch nicht in kurzer Zeit.


Das Positive

Natürlich hat es nicht nur seine negativen Seiten!

Die Annahme von Rezensionsexemplaren hat meinen Buchhorizont extrem erweitert und ich liebe es. Ja, es ist wirklich so.
Ich habe schon mit zwei großen Verlage zusammengearbeitet, als ich noch meinen privaten Blog hatte. Damals hatte ich schon ab und zu Rezensionen geschrieben. Aber bei Weitem nicht so extrem wie mit diesem Blog. Und auch damals schon habe ich neue Bücher kennen lernen dürfen, die ich sonst niemals gelesen hätte.
Jetzt durch den Buchblog ist das natürlich noch extremer. Okay, das war vor 4 Jahren alles auch noch etwas anders als heute.

Bevor ich meinen Buchblog gestartet habe, habe ich noch nie ein Buch eines Selfpublishers gelesen. Ich bin nur durch Hörensagen oder durchs große A an neue Bücher gekommen und das waren in der Regel immer Hypebücher. Oder es war durch Zufall mal kein Hypebuch, was ich ausgeliehen habe. Aber heute? Ich habe schon so viele, tolle Bücher gelesen. Bücher, die mir angeboten wurden. Bücher, die ich sonst nicht beachtet hätte.

Auch wenn ich Neuerscheinungen gerne aus dem Weg gehe, komme ich doch immer wieder mit ihnen in Verbindung. Weil dann hier und da doch wieder eine eMail vom Verlag kommt oder auf einer Social Media es aufploppt, dass da was Neues kommt. Mit einem Blick auf meinen SuB entscheide ich dann spontan, ob ich es vielleicht anfrage oder später kaufen werde.

Der Kontakt mit Autoren und Verlagsmenschen. Wie schon geschrieben, ich liebe ihn. Mit einigen Autoren habe ich immer noch zwischendurch Kontakt, obwohl gerade nichts anliegt. Also kein neues Buch, das ich rezensieren darf. Und das ist so toll und ich mag es so gerne. Buchmenschen, die einen als Menschen sehen und nicht nicht als Blogger, der sein Buch erwähnt.

Die Arbeit kann ich aber auch als Positiv abstempeln. Bloggen ist seit über 10 Jahren mein Hobby und ich mache es immer noch gerne. Ich mache es nicht perfekt. Ich möchte auch nicht perfekt sein, aber ich mache es mit viel Herzblut. Und das ist mir persönlich wichtiger. Genauso viel Herzblut stecke ich in jede einzelne Rezension. Also ja, die Arbeit mache ich mir gerne. In meiner Freizeit, neben meinem Brotjob.

Ich weiß, was ich mit meiner Rezension bewirken kann. Ich habe schon so viel positives Feedback erhalten, dass die Verkäufe angestiegen sind. Dass auf das Buch, durch meine Rezension, wesentlich mehr Aufmerksamkeit bekommen hat. Das geht natürlich runter wie Öl und ich freue mich wahnsinnig darüber. Irgendwie lohnt sich dann im Endeffekt die ganze Arbeit doch. Das hört sich so negativ an, ist es aber auf keinen Fall gemeint.


Und unterm Strich?

Der Blogbeitrag ist schon viel zu lang geworden und ganz sicher fällt mir noch hinterher was ein, was ich dazu schreiben könnte.
Fazit: Für mich bedeuten Rezensionsexemplare Arbeit und Pflichten, aber auch jede Menge Spaß.

Mich würde deine Meinung interessieren. Egal, ob du Blogger oder Autor oder Leser bist.
Wie stehst du Rezensionsexemplaren gegenüber?
Nimmst du welche an?
Vergibst du sogar selber welche?


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52 thoughts on “Rezensionsexemplare und ich”

  1. Guten Morgen Steffi,
    mir geht es da ähnlich wie dir. Ja ich nehme Rezensionsexemplare an, aber eben auch nicht alles. Es gab Zeiten da habe ich relativ viele davon ich sag mal “abgestaubt”. Ich hatte sehr viel Zeit zum Lesen und habe dann regelmäßig die Rezi-Exemplare angefragt.
    Doch dann wurde die Zeit knapper und wie du schon gesagt hast, es ist Freizeit in der wir das alles machen. Da sollte es für mich Spaß machen. Von da an ab ich das Ganze auch eingegrenzt. Nun weiß ich mitterweile wie viele Bücher ich schaffe, schaue was ich von meinen Büchern lese möchte und gucke wie wie Luft ich habe für ein Rezensionsexemplar.

    Und es ist echt eine Bereicherung. Man lernt viele neue Menschen, Genres, Schreibstile, … kennen und wird bereichert. Das nicht nur um ein paar Bücher sondern um Erfahrungen, leibe Menschen und Lesespaß.
    LG Chia

    1. Hey Chia,
      es ist wirklich interessant, was für ein Feingefühl wir mit der Zeit entwickelt haben oder?!
      Das hast schön ausgedrückt. Also, dass es nicht nur ein paar Bücher sind, sondern eine Erfahrung.

  2. Guten Morgen Steffi!

    Wieder mal ein ganz toller Beitrag, der schon alles zusammenfasst, was ich auch über das Thema denke: wirklich klasse geschrieben!

    Viel kann ich dazu gar nicht mehr sagen: ich hab “früher” allerdings mehr Rezi-Exemplare angenommen bzw. angefragt, einfach weil ich mich so riesig über diese Möglichkeit gefreut hab :D Mittlerweile bin ich aber auch schon etwas entspannter geworden und hab natürlich aus der Erfahrung gesehen, dass es doch einen gewissen Druck aufbaut. Es gibt halt so eine Menge an Büchern und alle möchte man gerne lesen – aber so lange sie auf der Wunschliste oder auf dem SuB schlummern, hab ICH zumindest kein schlechtes Gewissen. Ein Rezensionsexemplar möchte ich aber auch – wie du – innerhalb 6-8 Wochen lesen und rezensieren.
    Und ich muss gestehen dass es mir schon schwerfällt nein zu sagen *lach* Aber ich hab mich schon sehr gebessert und hab viele Bücher (statt anzufragen) auf meine Wunschliste gepackt.

    Das ist übrigens einer meiner großen Vorsätze für nächstes Jahr, was den Blog betrifft, mich mehr um meinen SuB und die Wunschliste zu kümmern (die Anzahl der Bücher hier reicht im Prinzip für nächstes Jahr ^^) und nur das anzufragen, was mir wirklich grade wichtig ist. Denn oft bekommt man ja eine Mail und da man es umsonst bekommt greift man dann zu weil es ja doch interessant klingt – das möchte ich nächstes Jahr definitiv besser in den Griff bekommen.

    Ansonsten finde ich das Prinzip super und ich hatte zum Glück noch keine solchen negativen Erfahrungen. Bei zwei Autorinnen gabs mal eine kleine Mail mit ein bisschen Gejammer, weil es nicht so positiv ausgefallen war wie erwartet, aber damit hatte es sich auch. Ist aber schon 3-4 Jahre her. Aber ich schau mir auch alles viel genauer vorher an und wäge ab, ob es tatsächlich etwas für mich wäre.

    Jetzt hab ich doch mehr geschrieben als ich wollte *g*

    Ich wünsch dir ein schönes Wochenende!
    Liebste Grüße, Aleshanee

    1. Hey Aleshanee,

      vielen Dank! Ich freue mich sehr, dass sich der Aufwand gelohnt hat. :)
      Ohja, das “nein sagen” fällt mir auch unheimlich schwer. Ich glaube, das müssen wir auch einfach lernen. Hihi.
      Das ist ein wirklich toller Vorsatz. Ich drücke fest die Daumen, dass du es so hinbekommst, wie du es möchtst.

      Ich wünsche dir auch ein wunderschönes Wochenende!

  3. Moinsen!
    Ich persönlich habe noch nicht so viele Erfahrungen mit Rezensionsexemplaren gesammelt, da ich bislang nur zwei angefragt habe. Lustigerweise war da ein Abstand von etwa einem Jahr zwischen, sodass beide im Übergang vom Frühling in den Sommer waren – also einer Zeit, wo ich wusste, dass ich bald mehr Freizeit haben werde. Daran merkt man wohl, dass ich Rezensionsexemplaren irgendwie noch mit einer großen Verantwortung assoziiere.
    Andererseits traue ich es meinem Blog nämlich immer noch nicht zu, dass er Rezensionsexemplare wirklich “wert” ist. Ich gehöre ja doch zu dein kleineren Bloggern (also, jetzt nicht nur was die Körpergröße angeht- da aber auch ^^’), und habe oftmals das Gefühl, dass andere bereit sind mehr Zeit in dieses Hobby zu investieren, als ich es momentan kann und möchte. Von daher haben ambitioniertere Blogger es auch mehr “verdient”, sich in Form vom Rezensionsexemplaren eine kleine Belohnung abzuholen.

    Ich hoffe, mein verschlafenes Handy-Getippe macht einigermaßen Sinn.

    Liebe Grüße
    Seitenfetzer

    1. Guten Morgen,
      ich finde es super, dass du es so siehst. Ich bin auch der Meinung, dass man diesen Respekt nicht verlieren dürfte.
      Natürlich ist dein Blog es wert. Jeder Blog ist es wert! Aber ich kann deine Argumente verstehen. Jeder steckt verschieden viel Zeit in sein Hobby und das ist auch völlig in Ordnung so.
      Hihi, ja das macht alles Sinn, was du schreibst. :D

  4. Liebe Steffi,

    dein Beitrag bringt e, egal wie lang, auf den Punkt.
    Ich bin noch nicht wirklich lange Blogger und habe erst seit kurzem Berührungspunkte mit Rezensionsexemplaren.
    Ganz langsam gehe ich das an, um mich nicht selbst zu überfordern.
    Neidisch auf andere bin ich nicht, dafür ist die Angst zu groß so viele Rezensionsexemplare nicht zu schaffen.

    Dankeschön für diesen Beitrag.

    Liebe Grüße Tina

    1. Hey Tina,
      vielen Dank für deinen Kommentar.
      Ich finde die Einstellung klasse. Ich bin mir sicher, dass du irgendwann ein Gefühl dafür bekommen wirst. :)

  5. Und wieder haut die Steffi mich aus den Socken.

    Hey Liebes,

    ich kann mich deiner Meinung nur anschließen. Gerade in Bezug auf Selfpublisher, habe ich so tolle Erfahrungen gemacht, das ich sie mir nicht mehr weg denken möchte.

    Für mich sind Rezi-Exemplare ok, zumal ich mich vor alle dem erstmal beim Verlag vorstelle. Dabei bin ich schon auf unglaublich nette Pressemitarbeiter gestoßen, die einen ganz locker mal das “Du” anboten und einem wirklich das Gefühl geben, das sie Interesse an dir haben.

    Leider musste ich auch schon Kritik von der Autorenseite einstecken, die mich wirklich zum Kochen brachte. Zum Glück erlebte ich aber auch schon das Gegenteil und Autoren waren dankbar für meine Denkansätze. Es wird wohl immer solche und solche geben.

    Ich bin auf jeden Fall froh dich kennen gelernt zu haben und hoffe dich nächstes Jahr auf einer Messe kennen zu lernen.

    Ich wünsche dir noch ein schönes Wochenende

    Viele liebe Grüße, Anja :-)

    1. Hey Liebes,
      dein erstes Satz ist ja mega. Ich freue mich sehr! :D
      Das finde ich auch so genial, wenn direkt das “Du” kommt. Ich finde das macht die Gespräche direkt viel lockerer. Ich mag es es nicht so steif.
      Ich denke auch, dass es solche und solche immer geben wird. Ich kann beide auch vollkommen nachvollziehen.

      Ich würde mich so wahnsinnig freuen, wenn wir uns auf der Messe endlich mal treffen werden.
      Dir auch ein wunderschönes Wochenende <3

  6. Liebe Steffi,
    ein wundervoller Beitrag, den ich sehr gerne gelesen habe und eigentlich auch nur so unterschreiben kann.
    Ich bin ja nun auch seit 11 Jahren dabei und habe vor 7 Jahren mein erstes Rezensionsexemplar erhalten. Auch bei mir war es am Anfang so, dass ich teilweise zu viele Rezensionsexemplare angenommen habe. Teils, weil die Angebote so verlockend waren, teils, weil ich nicht “Nein” sagen mochte. Gerade bei den Selfpublishern fiel es mir am Anfang schwer abzulehnen, weil ich irgendwie das Gefühl hatte, jeden auch unterstützen zu wollen. Inzwischen sortiere ich deutlich stärker aus, lese wieder viel mehr selbst gekaufte Bücher. Oft kommt es, gerade bei Selfpublishern bei mir vor, dass ich ein Buch als Rezensionsexemplar erhalte und mir die anderen Bücher dann kaufe, wenn ich weiterlesen will.

    Druck machen mir Rezensionsexemplare zwar nicht direkt, aber genau wie bei dir, ist es mein Anspruch an mich selbst, Fristen einzuhalten. Bei mir liegt kein Rezensionsexemplar länger als 4 Wochen, bis es gelesen und rezensiert ist. Früher mussten selbst gekaufte Bücher dann zeilweise zurück stehen, heute passiert es mir (im Regelfall) nicht mehr, dass hier so viele Rezensionsexemplare liegen, dass ich da unter Druck gerate.

    Mich stört die immer wieder aufkeimende Diskussion bzw. der Vorwurf derer, die sich irgendwann entschlossen haben, keine Rezensionsexemplare mehr anzunehmen, dass das ja eh nur Druck bedeuten würde und abgreifen sei. Für mich schwingt da immer auch ein Stück Neid mit, auch wenn die Betreffenden es natürlich abstreiten würden.
    Wann es zu viel ist, kann nur jeder für sich selbst entscheiden. Von daher finde ich es richtig gut, dass du oben drüber gleich gesagt hast, dass das deine Meinung ist, die für dich gilt. Ich hätte absolut kein Problem damit, wenn ein Blogger nur Rezensionsexemplare rezensiert und überhaupt keine selbst gekauften Bücher. Seine Entscheidung, bzw. die der Verlage und Autoren, die mit dem Blogger zusammenarbeiten. Ich habe mich übrigens aus diesem Grund entschieden, Rezensionsexemplare nicht als solche zu kennzeichnen, solange es der Verlag und das Gesetz nicht fordern. Es geht niemanden was an, ob ich ein Buch selbst gekauft, gewonnen, geliehen oder eben als Rezensionsexemplar erhalten habe. Meine Meinung ist nicht käuflich und es haben durchaus schon Rezensionsexemplare 1 oder 2 Federn bekommen. Aber, ich habe keine Lust mich dem auszusetzen, dass sich womöglich jemand hinsetzt, zählt, wie viele Rezensionsexemplare ich im Jahr erhalte und meint, mir sagen zu müssen, dass das zu viel ist.

    Rezensionsexemplare sind echt immer wieder ein spannendes Thema in der Bloggerwelt, das meiner Ansicht nach aber teilweise zu sehr aufgebauscht wird. Von daher danke für deinen echt super Beitrag, der nicht reißerisch, sondern sehr entspannt ist.
    LG
    Yvonne

    1. Wow, danke für deinen großartigen Kommentar, Yvonne!
      Ja, das “Problem” kenne ich auch gut, dass ich dann die weiteren Bücher kaufe. Eigentlich ist es ja ganz fies, dass wir so angelockt werden. Hihi.
      Die Diskussion stört mich ehrlich gesagt auch. Aber, genauso wie bei dir, dass man nicht jedem das so machen lässt wie derjenige es mag.
      Also wenn sich jemand hinsetzt und nachzählt wer wie viele Rezensionsexemplare hat, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Sowas geht gar nicht und derjenige sollte sich dringend ein neues Hobby suchen. ;)
      Das habe ich sehr gerne gemacht, Liebes. Ich finde das Thema nämlich auch sehr spannend und freue mich total über die vielen Kommentare und Ansichten.

      1. Hier kann ich mich Steffi nur anschließen. Wer so viel Zeit hat zu zählen, wie viele Rezensionsexemplare man rezensiert, dem ist nicht mehr zu helfen. Ich weiß gar nicht, ob ich darauf wirklich antworten würde. Ist bisher zum Glück ncht vorgekommen. Das ist wirklich eine sehr emotionale Diskussion. Ich lese mir da unterschiedliche Meinungen gerne zu durch, aber letztedlich entscheidet jeder selber, wie man das handhabt.

        1. Ich habe es (zum Glück nicht bei mir, sondern bei einer Bloggerin, der ich folge) erlebt. ABer grundsätzlich sehe ich das wie ihr. Wer das macht hat zu viel Zeit und ist aus meiner Sicht auch nicht ernst zu nehmen.
          LG
          Yvonne

  7. Hallo Steffi,

    dein Beitrag zum Thema Rezensionsexemplare gefällt mir sehr, weil ich selbst manchmal nicht so genau weiß, wie ich mich in manchen Situationen diesbezüglich nun verhalten soll. Auch ich nehme Rezensionsexemplare an. Mein Buchblog ist mit einem dreiviertel Jahr eigentlich noch ein Küken, aber negative Kommentare, die in die Richtung “Abgreifer” gingen, habe auch ich schon erhalten. Eigentlich würde ich denjenigen dann gerne antworten und ihnen eben deutlich machen, dass mein Blog mein Hobby ist und dass hinter einer Rezension Mühe und Arbeit steckt, aber nach meinen bisherigen Erfahrungen kommt das gar nicht gut an.
    Allerdings handhabe ich es ähnlich wie du, dass ich nur Bücher anfrage, die ich auch wirklich lesen will und nur so viele anfrage wie ich realistisch zeitnah lesen kann. Allerdings ist meine persönliche Frist mit etwa einem Monat viel kürzer als deine. Und ich trenne zwischen Büchern, die ich für mich lese und Büchern, die ich für meinen Blog lese. Deshalb frage ich immer nur ungefähr halb so viele Bücher an, wie ich in einem Monat etwa lese. Eben weil eine Rezension arbeitsintensiv ist und ich manche Bücher lesen möchte, ohne mir Gedanken darüber zu machen, wie ich meine Meinung dazu formuliere.
    Am Anfang ist es mir manchmal etwas schwer gefallen, “nein” zu sagen. Weil die Autoren so nett gefragt haben oder weil ich wusste, dass es Selfpublisher sind, die um jede Rezension ringen. Mir ist aber klar geworden, dass es niemandem etwas bringt, wenn ich mich dem Druck aussetze, ein Buch lesen zu müssen, für das ich schlichtweg keine Zeit habe.
    Ich finde es toll, dass du einen Beitrag zu dem Thema geschrieben hast und wenn ich mir die Kommentare hier so anschaue, hast du auch genau den Nerv Vieler getroffen, denen es ähnlich geht.

    Viele Grüße und ein schönes Wochenende
    Katrin

    1. Hey Katrin,
      das freut mich sehr. Vielen Dank!
      Es ist so schade, dass du dich verteidigen musstest. :(
      Ich glaube, uns ging es allen ähnlich mit dem “nein sagen”. Hihi.
      Es ist klasse, dass so viele Kommentare dazu kommen. Vielen Dank auch für deinen! <3
      Ich wünsche dir auch ein schönes Wochenende!

  8. Ich sehe es wie du, du hast das gut auf den Punkt gebracht, auch wenn ich bisher (was auch daran liegt, dass ich bisher kaum Rezensionsexmplare rezensiert habe. Bin halt kein reiner Buchblog und bekomme dann eher Anfragen für Bücher, die gar nicht zu meinem Blog oder mir passen), noch keine negativen Erfahrungen geamcht habe. Die Erfahrung für mein erstes Rezesionsexmplar waren durchweg positiv, da durfe ich auch meine Meinung vertreten und wurde dazu auch ermutigt. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass es immer schwarze Schafe gibt, die begegnen mir ja auch in meinen Blogbereichen sehr häufig vor allem in Bezug auf Kennzeichnung und Linksetzung. Da möchten sich auch einige immer noch nicht an die Regeln halten und kommen damit leider durch. Auf solche Anfragen reagiere ich nicht mehr, ist mir die Zeit zu schade dafür, um dann eine Diskussion zu starten, dass man das ja nicht tun müsse.

    Ich spiele immer mal mit dem Gedanken Rezensionsexemplare anzufragen, aber ich will das dann tun, wenn ich wirklich Zeit für das Buch habe. Wie du ist mir klar, dass damit auch Pflichten zusammenhängen und auch erwartet wird, dass die Rezension zeitnah erscheint. Das kann ich manchmal, in stressigen Uni-Phasen dann nicht gewährleisten, sodass ich in so einem Zeitraum dann keine Bücher anfragen würde.

    Ich finde aber nichts Schlimmes dabei, wenn Blogger Rezensionsexemplare erhalten, solange sie weiterhin ehrlich ihre Meinung teilen. Das spürt man als Leser ja bzw. sieht ob auch mal Kritik geübt wird. Klar ist das für den Autor schwer, aber in jedem Beruf muss man mit sachlicher Kritik umgehen können und so lange es diese Art von Kritik ist, kann man ja auch was mitnehmen, vielleicht für einen nächsten Band oder das nächste Buch. Wenn man dann Blogger deshalb angreift spricht das in meinen Augen auch nicht unbedingt für den Charakter einer Person und ich würde mit ihr wohl auch nicht mehr zusammenarbeiten wollen. Wie alles im Leben muss auch eine solche Zusammenarbeit auf gegenseitigem Respekt aufgebaut sein, anders funktioniert das nicht und wie du schon sagst: Für die meisten Buchblogger ist es ein Hobby, das sollte man auch im Hinterkopf behalten.

    1. Solch Diskussionen bringen nichts. Da sollte man auf jeden Fall eher auf sich selber achten und nicht darauf was andere machen. ;) Wenn die Anderen meinen, dass sie es richtig machen… :D
      Ich finde deine Einstellung super! Du hast vollkommen Recht, dass die Zeit da sein sollte.
      Du sagst es! Gegenseitiger Respekt. So wichtig!!
      Danke für deinen tollen Kommentar, Nicole <3

  9. Hallo Steffi,

    toller Beitrag zu Rezi und dir.

    Ich führe einen Familienblog und seit einiger Zeit sind immer mehr Vorstellungen von Büchern für Eltern und Kindern zu finden.

    Das soll auch zur Aufklärung beitragen, denn welche Ratgeber taugen wirklich was und welche sind bloss ein Abklatsch vieler anderer?

    Gibt es noch gute Vorlesebücher ausserhalb von Bullerbü?

    Um davon zu berichten nehme ich gern Rezi-Exemplare an und steh dazu.

    lg Anja

  10. Hallo Steffi,
    zunächst mal vorneweg, ein wirklich toller Beitrag. :)
    Ich nehme auch Rezensionsexemplar an, aber ich mache es wie du, ich nehme nur Exemplare von Büchern an, wo ich das Gefühl habe, sie werden mir gefallen. Manchmal hatte ich vielleicht schon das ein oder andere dabei, dass mir im Nachhinein doch nicht so wahnsinnig gut gefallen hat, aber ansonsten bewerbe ich mich nicht auf jedes Buch. Denn ich denke immer, dass ich ja meine Freizeit nicht mit einem Buch verbringen möchte, das mir nicht gefallen würde und bei einem anderen Leser besser aufgehoben wäre. Mir tut dann die Arbeit der Menschen hinter dem Buch leid.
    Auch versuche ich nicht zu viele zeitgleich anzufragen, denn ich möchte mich auch nicht unter Druck setzen, denn ich habe auch den Anspruch die Bücher dann zeitnah zu lesen und zu rezensieren.
    Stehe da also meinungsmäßig hinter dir. ;)
    Liebe Grüße
    Diana von lese-welle.de

  11. Hallo Steffi,
    ich finde deinen Artikel wundervoll geschrieben. Selbst ich, die nichts mit Büchern am Hut hat, merke wie du dein Herzblut in Artikel und in den Blog steckst. Es wird immer Neider geben, egal bei welchem Thema. Wenn mich Autore oder Verlage anschreiben würden, wäre ich mega solz und es wäre Erfolg für mich, dass sie meine Arbeit schätzen. Aber ich finde auch, das Kritik geübt werden darf. Daraus kann man lernen und man kann immer über alles reden. Wenn das Gegenüber aber zu macht, würde ich die Schuld nicht bei mir suchen. Ich habe früher eine Zeit lang Fan-Fictions geschrieben und ich war immer sehr froh und dankbar über die Kritik anderer, weil ich so unsicher war, um eben lernen und besser werden zu können.
    Bitte bleib dir selber treu. Behalte den Spass daran und lese mit Freude.
    Liebe Grüße,
    deine Nina

  12. Liebe Steffi,
    was für ein toller Beitrag! :)
    Ich bin noch ganz neu beim Bloggen, aber ich habe bisher 3 Rezensionsexemplare bekommen. 2 von einer befreundeten Autorin und 1 von einem Verlag, der mich nach nettem E-Mail Kontakt gefragt hat, ob ich in den Bloggerverteiler aufgenommen werden möchte. Ich dachte noch, damit sind Newsletter etc. gemeint und war erstmal perplex, als ich ein Buch in meinem Postfach hatte. :D
    Aber es war toll!
    Der Autorin konnte ich etwas mehr Werbung geben, weil ich Band 1 richtig klasse fand und Band 2 gut. Ich war aber auch ehrlich und habe kritisiert, was mich gestört hat. Sollte eigentlich selbst verständlich sein, war aber da bei Rezensionsexemplar + befreundete Autorin erstmal mit dem Gedanken verbunden “Hoffentlich nimmt sie mir das nicht übel”. Hat sie natürlich nicht, sondern sich für die Ehrlichkeit bedankt und mir das nächste Buch angeboten, dass ich aber abgelehnt habe, weil es mir nicht zugesagt hat. Auch andere Anfragen von Autoren habe ich abgelehnt. Denn wenn ich ein Rezensionsexemplar lese, muss mir die Leseprobe gefallen und das Buch muss mich inhaltlich ansprechen. Da bin ich ganz bei dir :)
    Und auch deinen Punkt mit den Büchern abseits des Hypes kann ich nur zustimmen! Das Rezensionsexemplar vom Verlag war ein Liebesroman, eigentlich gar nichts meins und ich dachte erstmal “Oh, oh.” Inhaltlich klang es schon gut, aber Liebesroman? Ich war skeptisch, habs gelesen und es war gut. Eine Entdeckung mehr abseits der Hype Bücher und darüber bin ich wirklich dankbar! :)
    Bei meinem Praktikum in einer Buchhandlung habe ich Leseexemplare gelesen und gemerkt, was warten bedeutet. Das finde ich nämlich schlimm. Wenn ich im Mai ein Buch lese, es liebe und es erst im Januar des nächsten Jahres oder eben August des jetzigen Jahres erscheint! Das hatte ich zweimal und ist eine ganz eigene Form von Nervenkitzel. Monatelang trägt man das Wissen über dieses tolle Buch mit sich und verfolgt dann gespannt, wie es bei anderen ankommt mit der Hoffnung, dass sie es genauso mögen werden, wie man selbst. Hach, schön.
    Liebe Grüße,
    Yvonne :)

    1. Hey Yvonne,
      das mit den Leseexemplaren ist ja wirklich doof. Und dann kannst du ja noch nicht mal direkt davon erzählen… Hihi, das klingt wirklich nach einem perfekten Buchmaus-Nervenkitzel. :D

  13. Hey Steffi,

    Ein toller Beitrag, dem ich größtenteils zustimmen kann. Das ein oder andere Mal hatte ich es auch schon, dass ich etwas angeeckt bin, aber so extrem wie bei dir war es glücklicherweise noch nicht. Dass du dadurch vorsichtiger geworden bist, kann ich gut verstehen.
    Natürlich bekomme ich auch die Diskussionen in der Buchbloggerblase mit und weiß wie emotional es da manchmal bei zugeht. Wer weiß, ob das auch mal anders sein wird, aber bisher war ich da eher distanziert dabei. Da muss man tatsächlich sagen, ich bin ganz gut darin, das nicht so an mich ranzulassen.
    Bei den Rezensionsexemplaren mache ich das ganz ähnlich. Ich frage nur an, wenn ich in dem Moment dafür Zeit habe und bei Anfragen lese ich mir eine Leseprobe durch und entscheide dann. Es gibt dann bei mir nur einen Tag, dass es ein Rezensionsexemplar war. Extra bedanken mache ich nur, wenn es gewünscht ist, ansonsten lasse ich das gerne auch weg. Ich bewerte ein Buch nicht anders, weil es ein Rezensionsexemplar ist.
    Dein Schlusswort mit der Arbeit und den Pflichten, aber auch dem Spaß kann ich voll unterstützen. Ich habe in den zwei Jahren tolle Autoren und auch andere Blogger kennengelernt. Lass dich von den wenigen Ausnahmen nicht ärgern. ;) Wir sind alle nicht perfekt und es ist gut, dass du diesen Anspruch nicht hast. So wie du es machst, ist es für dich auf jeden Fall der richtige Weg.

    LG, Moni

    1. Hey Moni,
      ich finde es klasse, dass du es nicht so an dich heran lässt. Das versuche ich auch noch mir beizubringen. Aber ich kann da leider meinen Mund immer nicht so halten bzw. in dem Fall meine Finger. :D
      Nö, ärgern lasse ich mich da nicht. Das sehe ich mittlerweile sehr gelassen. Ich kann das alles ja nachvollziehen, warum gezickt wird.
      Ich danke dir, meine Liebe!

  14. Heute komme ich auch zum lesen & kommentieren (= Nicht wundern, wenn es abgearbeitet wirkt – hab Kommi offen und als 2. Tab nochmal deinen Beitrag zum lesen :D

    Oh ja, kein Stress! Das A und O – ich krieg immer die Kriese, wenn andere von Druck und Stress sprechen. Dann gönn ich mir eine Pause, nehme und frage nichts an! Auf jeden Fall, ja! ;) Natürlich ist es fein ein buch für umsonst zu bekommen (die damit verbundene ‘Arbeit’ steckt ja eh drin, da ich dies auch mit gekauften Büchern/Hörbüchern so handhabe), aber nur, wenn es zeitlich bei mir passt – nicht des haben-wollens-Willen. Und in Bezug auf meinen Klammerinhalt, behandle ich diese Bücher auch nicht anders.

    Respekt vor Autor*innen und andere Leser*innen-Meinungen ja, da stimme ich dir absolut zu! Aber die Welt ist keine rosa Zuckerwatte, auch die Buchszene nicht! Wenn mir etwas nicht gefiel, benenne ich das ganz klar so und dabei ist es völlig egal, ob ich die/den Autor*in kenne, andere Leser*innen das buch hypen oder oder oder – selbst mal einen Rant schreiben gehrt dazu. Aber Kritik muss man 1. annehmen können, was leider nicht alle können und zweitens auch äußern können. Nicht objektiv, aber so sachlich, das es kein Angriff auf persönlicher ebene ist (das Thema allein ist ein einziger Beitrag wert – vielleicht setze ich mich mal ran!).

    Von Leser*innen ohne Blog erwarte ich nicht zu wissen/ zu erahnen, wie viel Arbeit in solchen Beiträgen steckt – würde mir da aber mehr von Verlagen und Autor*innen wünschen.

    Schöööön das Selfpub zu deinen positiven Aspekten gehört <3 (Für das Thema brenne ich ja nun schließlich) und absolut! Manch ein Buch wäre mir ohne das Bloggen oder der ein oder anderen Verlags-Überraschungspost nicht begegnet.

    Und ich kann dir nur zustimmen! Für mich immer ein Highlight, wenn aufgrund meiner kleinen Eindrücke ein buch gekauft wird *-*

    Hab einen mukkeligen Sonntag!

    1. Hihi, abgearbeitet klingt ja auch toll. :D
      Das ist auf jeden Fall ein Beitrag wert! Hihi, ich freue mich, dass ich da eine Idee habe sprießen lassen. Nee, im Ernst. Es sollte nie persönlich werden, auf gar keiner Ebene. Es geht schließlich auch um das Buch und nicht um eine Person, die man ja eigentlich gar nicht kennt. Und genau da ist der Knackpunkt, glaube ich.

      Nein, das erwarte ich auch nicht. Aber ich als Leser interessiere mich dafür, was da alles hinterstecken kann. Deswegen habe ich meinen Beitrag so geschrieben, dass ein “Aussenstehender” es vielleicht nachvollziehen kann, warum das alles so ist. Vielleicht auch mit dem Begriff “Rezensionsexemplar” was anfangen kann.

      Na klar gehören Selfpublisher dazu. ;) Autor ist Autor.

      Ich wünsche dir auch einen tollen Sonntag!

  15. Hey meine Liebe,

    ein wirklich toller und ehrlicher Bericht. :)
    Ich persönlich nehme ebenfalls Rezensionsexemplar und ja ich frage sie auch immer mal wieder beim Verlag an. :P Allerdings schaue ich mir vorher auch immer genau die Bücher an, lese die Leseproben und versuche mir ein Bild davon zu machen. Bei übersetzen Büchern fange ich teilweise auch an zu schauen, wie die Rezensionen im jeweiligen Land sind. Da kann ich dann oftmals auch schon abschätzen ob es etwas für mich wäre, sofern es keine Leseprobe gibt.
    Auch so freue ich mich natürlich immer wieder, wenn ich Printbücher gestellt bekomme. Aber und das finde ich auch wichtig, ich nehme nicht alles an. Nur weil mir ein Autor was an den Hals schmeißen will, heißt das nicht dass ich es auch annehme. Es wäre auch einfach nicht richtig wie ich finde. ^^°
    Früher habe ich tatsächlich mehr angefragt, aber einfach weil es glaube ich sehr neu war und man sich sooo darüber gefreut hat. ^^° Aber es macht einfach wie du schon sagst eine ganze Menge Arbeit und es ist ja mein Hobby. Ich habe nebenher noch Freunde, Familie und ein Leben das ich genießen möchte. Wenn ich immer unter Zeitdruck stehe, dann macht das Lesen irgendwann keinen Spaß mehr. Das habe ich definitiv gelernt und kann nun viel entspannter mit allem umgehen. Sowohl mit meinem SuB, der so langsam abgebaut wird, als auch mit neuen Bücher die ich gerne entdecken möchte aber vorher wirklich abgewägt werden ;)

    Vielen Dank für deinen tollen Bericht.

    Liebe Grüße, Toni

    1. Abgearbeitet klingt doof, mir fiel nur nichts besseres ein :D

      Ich finde deinen Beitrag toll und bestimmt auch hilfreich für Leser*innen die sich mit der Thematik nicht auskennen bzw. damit nicht in Berührung kommen. Und mal sehen wann ich die Zeit finde meine Worte los zu werden, denn dieses nicht kritisieren können, Kritik nicht annehmen können ist ja immer wieder Thema – völlig unabhängig der Thematik. Es artet aber immer sehr in Gezicke oder Shitstorm aus finde ich (und ja, jetzt meine ich gezielt die Buchszene, die sich eigentlich immer so harmonisch gibt – oh ich glaube für meinen Beitrag krieg ich definitiv ne Shitwelle *lach)

      Naja, leider sehen das nicht alle so und reden die SP-Szene immer noch klein … deswegen ja auch unsere Aktion, die hoffentlich auf Dauer mal einen anderen Blick schafft (=

      hab einen feinen Wochenstart!

      1. Ich stehe bei der Shitwelle direkt hinter dir! Ich bin nämlich ganz deiner Meinung!!!
        Meine Daumen sind weiterhin gedrückt wegen eurer Aktion. Ich werde auch weiterhin SP-Bücher lesen und rezensieren. <3

  16. Huhu, toller Beitrag. Dem gibt es nichts hinzuzufügen. Ich blogge auch und nehme auch Reziexemplare an. Aber ich lehne auch ab, wenn es zeitlich einfach nicht drin ist oder ich denke, dass ich mit dem Buch nichts anfangen kann. Anfeindungen habe ich noch nicht erlebt, eher, dass einfach keine Reaktion vom Autor kam, wenn die Rezi nicht ausschließlich positiv war.

    1. Danke schön. <3
      Dass keine Reaktionen hinter mehr kommen, kenne ich auch. Egal ob gut oder schlechte Rezension. So nach dem Motto "Der Sinn ist ja erfüllt". :(

  17. Guten Morgen,

    ein toller Artikel – gestern Abend schon via Twitter auf dem Smartphone gelesen, da war mir nur das Kommentieren zu fuppelig. Danke, dass du dieses doch sehr kontrovers diskutierte Thema so differenziert betrachtest!

    Meine Einstellung deckt sich mit deiner: ich finde Rezensionsexemplare legitim, da hinter so einer Buchbesprechung letztlich eine ganze Menge Arbeit steckt. Arbeit, von der schließlich der Autor und der Verlag profitieren. Denn wie du schon schreibst – die “Werbung” machen wir als Blogger ohnehin, sobald wir etwas erwähnen, egal ob wir uns das Buch o.Ä. selber gekauft haben oder nicht. Da ist es schon nett, zumindest für die Rezensionsexemplare nicht noch zusätzlich Geld ausgeben zu müssen.

    Was die Zeit angeht, setze ich mir ähnliche Ziele wie du – mehr als ein bis zwei Monate will ich zwischen dem Anfragen und dem Veröffentlichen der Rezension nicht verstreichen lassen. Daher achte ich auch darauf, nicht zu vieleBücher gleichzeitig anzufragen. Aktuell sind das bei mir ohnehin nur Gartenbücher, weil ich Romane & Co. nicht im Blog bespreche.

    Vor ein paar Jahren habe ich ja ein Online-Musikmagazin geführt. Darüber bekam ich unaufgefordert tonnenweise Rezensionsmaterial – nämlich CDs. Das artete verdammt schnell aus, da wurde vorher gar nicht angefragt und ich hatte fast jeden Tag stapelweise CDs im Briefkasten. Damals hatte ich an mich selbst den Anspruch, zumindest in jedes Album mal reinzuhören, bevor ich entweder dem Label antworte und darum bitte, mir nichts unaufgefordert zukommen zu lassen, oder bei Gefallen halt eine Rezension tippe. Das war verdammt stressig… und hat irgendwann auch einfach keinen Spaß mehr gemacht. Ich hatte ein chronisch schlechtes Gewissen, denn was für mich nur “OMG, nicht noch eine CD…” war, bedeutete für die dahinter stehenden Musiker doch unglaublich viel und das wollte ich auch mit der entsprechenden Wertschätzung behandeln.

    So weit lasse ich das mit den Büchern jetzt nicht mehr kommen – weniger ist mehr.

    Liebe Grüße
    Anne

    1. Hey Anne,
      vielen Dank für deinen tollen Kommentar. :)
      Die Sache mit dem Geld hatte ich auch erst noch im Beitrag stehen, habe es aber dann wieder rausgelöscht. Irgendwie war es komisch das zu schreiben, aber recht hast du natürlich. Es spart wirklich Geld…
      Gartenbücher passen auch viel besser zu deinem tollen Blog. ;)
      Ohja, das kann ich mit den CDs gut nachvollziehen. Irgendwann ist man wirklich gesättigt und ja, mir geht es da ganz genauso wie dir.

  18. Hallo Steffi,
    ganz, ganz toller Beitrag, der so viele wichtigen Dinge betreffend der Buchblogger anspricht.
    Ich liebe Deinen Blog und deine ehrlichen und kritischen Rezensionen und daher finde ich es toll, dass Du Dich in keinster Weise verbiegen lässt, ob nun von kritikunfähigen Autoren und/oder Buchbloggern mit wenig Hirn. Bleib so wie Du bist, denn genau das macht Deinen Blog zu etwas Besonderem!

    Liebe Grüße von Deiner großkleinen Candle-Sis,
    Conny

  19. Liebe Steffi,

    nun komme ich endlich dazu, meinen Senf dazuzugeben. Angekündigt hatte ich es ja.
    Rezensionsexemplare sind so ein Bloggerding, das ich immer wieder mal neu überdenke. Anfangs fühlte ich mich geschmeichelt, dann irgendwann überfordert, zwischenzeitlich genervt und dann habe ich bei einer Buchmesse wieder sooo große Augen, dass sich das Notizbuch füllt und mein Kopf ständig nickt.

    Meistens pendelt es sich ein, dass ich mir Limits setze und das auch so kommuniziere. Gerade habe ich das Limit überschritten und mir damit verboten, bis Ende des Jahres RezExs anzufragen. Es artet sonst echt in Arbeit aus.

    Bei Selfpublisher*innen bin ich inzwischen sehr streng – ich nehme keine Rezensionsexemplare an. Wenn ich ein angebotenes Buch lesen will, kaufe ich es mir. Damit hoffe ich auch, die unangenehmen Nebenwirkungen kritikunfähiger Autor*innen zu vermeiden, von denen ich bei anderen Blogger*innen immer wieder lese. Darauf hätte ich ja nun gar keine Lust.

    Mir fällt aber auch auf, dass oft die Arbeit, die hinter einer Rezension steckt, völlig unterschätzt wird. Da schließe ich durchaus auch das Lesen eines Buches mit ein, denn das “kostet” auch Zeit und ich lese dann ein Buch auch zu Ende, wenn es mir nicht gefällt.

    Liebe Grüße,
    Mona

    1. Hey Mona,
      super, dass du es noch geschafft hast. :D
      Ohja, das Problem kenne ich nur zu gut. Hihi.
      Das Lesen eines Buches sehe ich eher als schönen Nebeneffekt, weil ich das ja so oder so machen würde. Ich würde auch so viel lesen, wenn ich keinen Blog hätte. Also das habe ich schon vorher jedenfalls getan… Ich finde, dass man auch Rezensionsbücher gerne abbrechen darf, wenn es nicht mehr geht. Habe ich jedenfalls schon getan. :D

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