Bloggerwelt | Buchblogger?!

Bloggerwelt | Buchblogger?!

26. Februar 2017 70 Von Steffi
In letzter Zeit habe ich wieder viel darüber lesen müssen, was wir als Buchblogger doch für einen Ruf haben.

Aber woher kommt dieser Ruf überhaupt?

 

Buchblogger und ihr “schlechter Ruf”


Ich möchte jetzt nicht mit den Gerüchte aufräumen. Ich möchte meinen Standpunkt der Dinge erläutern. Schonungslos und ehrlich! Das mit der Ehrlichkeit ist sowieso ein schwieriges Thema. Leider!
Eigentlich bin ich nicht der Mensch, der sich rechtfertigt. Denn es ist mir ehrlich egal, wenn sich Leute über mich den Mund zerreißen.

 

Die Rezensionsexemplare


Sicherlich wundert es den Einen oder Anderen, warum wöchentlich Bücher bei mir einziehen.
Bin ich reich und kann es mir leisten? NEIN! Wäre aber schön!
Bekomme ich Bücher gratis? JA!
Klar und deutlich JA!

Ich verstecke mich nicht hinter der Aussage, dass ich als Buchblogger keine Rezensionsexemplare annehme, sondern alle selber kaufe. #mutzurwahrheit
Nur weil ich dann als Buchblogger einen “schlechten Ruf haben könnte”, weil bei mir zu viele Rezensionsexemplare im Monat einziehen könnten.

Rezensionsexemplare sind in der Regel mit Fristen und viel Arbeit verbunden. Das darf man nicht vergessen. Wenn jemand 10 Rezensionsexemplare im Monat bekommt, dann hat er verdammt viel Arbeit damit. Aber wenn er das möchte, dann ist das sein Ding

Ich arbeite so unglaublich gerne mit Verlagen und Autoren zusammen. Ich liebe Buchmenschen! Ich liebe es über Bücher zu reden bzw. zu schreiben.
Und wenn mir jemand ein Buch anbietet, das sich wirklich klasse anhört, dann möchte ich es haben und dann lese ich es auch tatsächlich. Und ich schreibe gerne darüber eine Rezension, die ehrlich ist. Und wenn ich dem Verlag und dem Autor auch noch helfen kann, weil ich Werbung für ihn mache.
Da wäscht doch eine Hand die Andere.

Ich lese aber auch von meinem SuB, der mit knapp 50 Bücher nicht so hoch ist. Wenn ich Bücher kaufe, dann nicht nur eins. Ich kaufe dann ein paar mehr, so dass mein SuB auch gleich extrem höher wird. Ich kann also einige Zeit von meinem SuB leben.
BTW: Ich lese zwischen 7 und 10 Büchern im Monat. Kommt drauf an, wie dick diese sind.

 

Jeder kann bloggen – daran ist doch nichts besonders


Klar, kann jeder bloggen. Jeder kann sich einen Blog erstellen und darauf los schreiben. Geht ja alles kostenlos und in wenigen Klicks. Ich hatte auch einen Blogspot-Blog. Der ist kostenlos! Aber ich hatte mir dann eine Domain gekauft. Ja, gekauft! Die kostet mich Geld. Geld, das ich für mein Hobby gerne bezahle.
Aber: Letztendlich ist es nicht so einfach
Copyright, Impressum, Datenschutz… Was darf ich? Was darf ich nicht?
Da steckt wirklich einiges hinter, wo viele nicht drauf achten. Nicht darauf achten, was sie machen und was sie posten. Man kann so viel falsch machen.
Du hast vielleicht jetzt den Eindruck, dass ich Angst machen möchte. Das mochte ich nicht, aber man sollte schon realistisch bleiben.
Ich habe in meinen fast 9 Jahren Bloggerzeit viele Blogs kommen und wieder gehen sehen. Habe gesehen, wie Blogger Abmahnungen erhalten haben. Man wächst mit deinen Blog und das ist auch gut so!
Man darf aber auch nicht die Augen über die Hintergründe verschließen. Ein Blog bedeutet Arbeit. Arbeit, die man aber gerne machen muss. Wer das unter Druck macht, der sollte es sein lassen.

 

Täglich ein Post online – Muss das sein?


Ich investiere täglich viel Zeit in meinen Blog. Mein Blog ist mein Baby.
Das ich solche Monsterbeiträge schreibe, wie diesen hier, ist selten. Warum?
Weil ich selber keine Aufsätze in Blogs lesen mag. Wenn ich das selber nicht mag, dann mache ich es auch nicht. Ich teil gerne große Beiträge in mehrere kleine Beiträge auf. Ob der Beitrag dann gelesen wird, kann jeder für sich selber entscheiden. Aber ich lese mir eher einen kleinen Betrag durch, als die lange Aufsätze. Ich habe meistens einige Beiträge in der Pipeline, die ich nach und nach online schicke.
“Qualität vor Quantität”. Wer entscheidet denn das bitte? Richtig! Der Leser! Und natürlich man selber. Jeder Mensch ist da anders!

 

Wer hat uns eigentlich den Ruf verpasst?


Buchblogger! Also wir uns selbst! Das stelle ich jetzt einfach so in den Raum.
Denn wer sonst interessiert sich um die Gegebenheiten anderer Buchblogs? Wen interessiert es, welches Buch man gratis bekommen hat oder wer wann welchen Beitrag online schickt? Nur die aus den eigenen Reihen! Eifersucht? Unfähigkeit? Ich weiß es nicht! Aber auf jeden Fall ist es nichts positives. Aber warum wird es gemacht? Warum macht man sich und den Anderen das Leben als Buchblogger schwer, wo man doch zwei ziemlich geniale Hobbies teilt. Also die Bücher und das Bloggen?

Das ist etwas, was ich nicht verstehe und auch einfach nicht nachvollziehen kann.

 

Die Buchblogger-Oberliga


Die Überschrift mag ich!
Hier in der Buchbloggerwelt, gibt es eine “Oberliga”.
Die gibt es aber auch in der Booktuber-Welt, habe ich mir sagen lassen.
Vielleicht gibt es sowas auch in den anderen Blog-Genre. Da fehlt mir die Erfahrung! Aber unter den Privat-Bloggern gab es das damals nicht.

Diese sogenannte Oberliga, auch liebevoll A-Blogger genannt, sind die, die den Ton angeben. Warum die überhaupt so beliebt sind, weiß ich nicht. Kann ich auch nicht nachvollziehen! Denn es sind auch Menschen, die hinter einem Bildschirm sitzen. Die eigentlich genau das Gleiche machen wie andere Buchblogger auch. Aber zu denen wird aufgesehen. Was die sagen, das wird gemacht. Wenn die auftauchen, wird sich auf die Knie geschmissen und die Füße geküsst. Naja, das ist jetzt übertrieben, aber im Prinzip passt das ganz gut.
Das klingt jetzt neidisch und eifersüchtig, aber das ist es auf keine Fall. Denn mit denen möchte ich nicht tauschen. Denn bei denen liegt eine Vorbildfunktion, die denen wohl gar nicht bewusst ist.

Wann diese Blogger zu den “Bestimmern” der Buchbloggerwelt geworden sind, kann ich dir nicht sagen, aber ich finde das nicht gut. Und mein Ding ist es überhaupt nicht. Ich bleibe da lieber ich.

 

Meine lieber Buchblogger, meine liebe Buchbloggerinnen


Lass dir was von einem “alten Hasen” gesagt sein: Mach dein eigenes Ding!
Habe so viele Rezensionsexemplare, wie du lesen und bearbeiten kannst.
Schreibe so viele Beiträge, wie du schreiben willst.
Und stelle sie online, wann immer du willst.
Lass dich auf gar keinen Fall verunsichern.
Vergleiche dich nicht mit Anderen und mach Anderen nichts nach.
Mach dein eigenes Ding!

Dein Blog, dein Baby, deine Entscheidung!

Die Bloggerwelt lebt von der Vielfalt.
Gerade die Buchwelt ist so bunt und gemischt. Jeder hat seine eigene Vorlieben und das bringt er in seinen Blog ein und das ist perfekt so wie es ist.
Es muss über niemanden hergezogen werden!
Es muss niemand beleidigt werden.

Wer hier eine gewisse Ironie findet, darf sie gerne behalten.
Denn ich finde, das Leben ist zu kurz, um sich Dinge schön zu reden.
Wenn sich jemand angegriffen fühlt, dem sollte der Schuh wohl passen. Und vielleicht sollte dann mal über ein paar Dinge nachgedacht werden.


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