Bloggerwelt | Warum lese ich Bücher?


“Den Leuten das Lesen näher bringen”. Den Satz habe ich vor einiger Zeit mal in meinen Kommentaren gelesen und irgendwie hat er sich in meinen Kopf gebrannt.
Warum sollte ich den Leuten das Lesen näher bringen? Entweder man tut es oder nicht!
Das sind wohl eher die Gedanken eines geborenen Buchnerds.
Aber das Thema lässt mich doch nicht los und deswegen habe ich die Gründe aufgeschrieben, warum ich überhaupt lese. Vielleicht verirrt sich ja ein Nichtleser auf meinen Blog und ich kann ihm “das Lesen näher bringen”.


Es entspannt mich


Die Beine hoch legen oder in irgendeine Ecke kuscheln, vielleicht etwas leckeres zum Essen oder Trinken dazu und Buch aufklappen. Und lesen! Das kann ich stundenlang und es wird mir nicht langweilig. Denn Kopfkino ist einfach genial und nicht schwer.
Es entspannt die Augen mehr als auf einen Monitor zu schauen und es entspannt den Körper. Wenn ich richtig runterfahre und mich niemand stört, dann denkt sogar mein Fitbit, dass ich schlafe. Ich entspanne, der Herzschlag geht runter und der Körper kommt zu Ruhe.
Wäre nicht so, wenn ich in dem Moment nicht lesen würde.

Die reale Welt ausschalten


Wer kennt das nicht, dass einem irgendwann die reale Welt so auf den Keks geht, dass man eigentlich nichts mehr davon sehen oder hören möchte!? Leider viel zu oft!
Bevor die grauen Haare noch mehr werden oder man nervlich zusammenbricht, versuche ich die reale Welt auszublenden. Ja, das klappt auch, wenn man sich vor den Fernseher oder Internet setzt, aber Bücher funktionieren genauso gut. Wenn nicht sogar noch besser! Um beim Lesen mitzukommen, muss man den Kopf ausschalten und sich auf das Gelesene konzentrieren. Also die perfekte Lösung, um dem stressigen Alltag zu entfliehen.

Und in fremde Welten eintauchen


Das passiert demnach ganz automatisch.

Wer kann schon von sich behaupten, dass man neben einem Einhorn stand oder neben einem Ritter in die Schlacht gezogen ist?! Dass er Zeuge der tollsten Liebesgeschichte überhaupt geworden ist oder einem Mörder über die Schulter geschaut hat?
Genau das ist es!
Der Autor bzw. die Autorin beschreibt Szenen und Handlungen sehr bis ganz genau, so dass man Kopfkino bekommt und mitfiebert. Das erlebt man nicht, wenn man einen Film schaut. So etwas ist schon sehr besonders und macht das Lesen gleich noch besser.

Die Auswahl an Genre (also Themen) ist riesig


Wie schon erwähnt, ist die Auswahl unglaublich groß, was die Genre angeht. Horror, Thriller, Krimi, Fantasy, Liebesgeschichten sind nur wenige, um mal welche zu benennen. Es gibt noch diverse Untergenre, so dass selbst ein Buchnerd den Überblick verlieren kann.
Jeder kann sich sein Lieblingsgenre aussuchen, das er lesen möchte. Ich z.B. mag Thriller, Krimis und Fantasy am Liebsten, kann aber Horror überhaupt nichts abgewinnen. Deswegen lese ich es auch nicht.
Jeder findet da schon seine Richtung, die er mag! Und jeder ändert seinen Geschmack hin und wieder. Die Vielfalt der Bücher lässt es ja auch zu.


“Viele Buchstaben auf weißen Seiten”


Ja, das schreckt viele ab. “Es sind ja keine Bilder da” habe ich auch schon öfters hören dürfen. Naja, ich lese ja auch kein Bilderbuch. 😉
Aber ich als Buchnerd muss ich sagen, dass ich die vielen Buchstaben auf den weißen Seiten total schön finde. Es ist ein wunderschönes Bild! Gut, dass sage ich jetzt so.
Man muss erstmal anfangen. Über den eigenen Schatten springen und die ersten Sätze lesen und dann taucht man ab. Im besten Falle!


Langweilig!


Nein, ist es nicht! Definitiv nicht! Ich habe ja schon viele Argumente gebracht, die deutlich dafür sprechen, dass es nicht langweilig ist. Es bringt sogar richtig viel Spaß!


Lesen geht immer! Egal, wo du bist


Ich habe meistens ein Buch bei mir. Wenn man irgendwo warten muss, dann kann man wenigstens eine Seite noch lesen.

Auch Zuhause ist das Buch, das ich gerade lese, in meiner Reichweite. Wenn ich nämlich gerade nichts anderes zu tun habe, dann lese ich. Auch in der Werbepause beim Fernsehen oder abends im Bett oder oder oder. Ich finde es ist eine tolle Freizeitbeschäftigung, die man überall und zu jeder Tageszeit machen kann. Das ist oft bei anderen Hobbies nicht so einfach.

Flohmärkte werden wieder interessant


Eigentlich waren Flohmärkte nie mein Ding. Aber seit einiger Zeit schaue ich gerne auf Flohmärkten, ob dort nicht noch ein Schatz liegt, der gerne in meine Bücherregale einziehen möchte. Ein paar Mal habe ich wirklich tolle Bücher gefunden, die für wenig Geld bei mir eingezogen sind.

Bücher verbinden Menschen


Wenn man sich erstmal da mit beschäftigt, dann merkt man wie viele Leute überhaupt lesen. Dafür das das Lesen eigentlich “out” ist und es angeblich kaum jemand tut. Aber es tun verdammt viele Leute und das finde ich genial. Man kann sich austauschen und fachsimpeln. Tipps und Ideen für neuen Lesestoff holen und geben. Oder über das letzte Buch reden, was einen wirklich verstört stehen gelassen hat. Es ist der Wahnsinn, was für tolle Menschen ich bisher “kennen lernen” durfte. Und wenn es nur online ist.

 
 
 
 
Fällt dir noch ein Grund ein?

9 Kommentare

  1. Hi Steffi!
    Toller Artikel, bei dem ich jeden einzelnen Punkt nur fett unterschreiben kann.
    Kein TV – nicht mal Pay-TV – kann mir die Vielfalt bieten, das mir mein eigenes Kopfkino durch Bücher zeigt.
    Auch ich gehe nie ohne ein Buch raus und da ich alle Wege mit dem Bus fahre habe ich immer eine Möglichkeit schnell weiterzulesen. Natürlich hab ich auch noch andere Hobbys und Interessen, aber ein Buch ist immer praktisch griffbereit und einsatzfähig, das konnte bis her noch keine andere Freizeitbeschäftigung bei mir schaffen.
    Außerdem, versuche mal in der Wanne gemütlich liegend einen Film zu schauen, oder am PC zu daddeln. 😉

    Ich wünsche dir noch viele, viele tolle Bücher mit erstklassigem Kopfkino und schonmal schöne Ostertage!

    Liebe Grüße aus WHV,
    Su

  2. Guten Morgen!

    Ein sehr schönes Statement zum Thema Lesen! Ich hab deinen Beitrag heute in meiner Stöberrunde verlinkt 🙂

    Haha, kein Bilderbuch? Das fand ich gut, haben die Leute denn keine Bilder im Kopf? Gerade die vielen Buchstaben … da seh ich ja schon vorher, wie viele Bilder und Filme da in meinem Kopf entstehen werden ♥

    Liebste Grüße, Aleshanee

  3. Oh ja, besonders dieses der realen Welt entfliehen, ist bei mir immer ganz wichtig. So oft habe ich keine Lust auf das normale Leben und tauche lieber in irgendwelche fremden ein, wo ich mich treiben lassen kann, wo ich im besten Fall nach beenden des letzten Wortes mir noch weitere Abenteuer ausmalen kann und darin verweile.

    Ich persönlich hatte nach anfänglichen Schwierigkeiten beim Lesen lernen (ich war mit sechs schon zu ungeduldig) war ich die erste in meiner Klasse, die von sich aus gerne und viel gelesen hat, ich hatte noch nie wirkliche Leseflauten und kann gar nicht anders als zu lesen, ich liebe es!

    Ich habe sogar meinen Freund dazu gebracht zu lesen, weil ich die richtigen Bücher für ihn gefunden habe, jetzt hat er eins, was nicht so gefällt und schon liest er wieder nicht mehr xD

    Und wer nicht lesen mag, dem sei das auch gegönnt, vlt findet derhenige ja noch das Buch für sich mit dem am Ende alles begann! 😉

    Liebste Grüße,
    Vivka

    1. Hey Vivka,
      Leseflauten kenne ich auch nicht. Das ist mir bisher noch nie passiert. 😀 Klar, mal mehr und mal weniger lesen. Aber mal keine Lust, das kenne ich nicht. 😉
      Ich wünsche dir einen tollen Tag!

  4. Ein sehr schöner Beitrag! Ich mache mir gar nicht so viele Gedanken darüber, warum ich lese. Das erste, was mir einfiele, wäre wohl "Weil's mir Spaß macht!" 😀
    Leseflauten kenne ich eigentlich auch nicht, nur mal Bücher, die sich ziehen und bei denen man dann nicht ganz so gierig auf den Leseabend wartet. Schön finde ich, dass auch mein Mann gern liest, wenn auch nicht so exessiv und ich auch meine Kinder anstecken konnte.

    Liebe Grüße
    Mona

    #litnetzwerk



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