Bloggerwelt | Meine Erfahrung beim Blogumzug


Am 19.11.17 bin ich nun mit meinem fast 2,5 Jahre alten Blog von Blogger zu WordPress gezogen. Es war trotzdem unendlich anstrengend. Alleine der Umzug. Ich spreche nicht vom Bearbeiten der Posts und Seiten. Dazu aber gleich mehr!

Ich würde gebeten, meine Erfahrung zu teilen, was ich natürlich gerne mache.

Das wird jetzt aber kein Beitrag wie der Umzug überhaupt funktioniert und was man zu beachten hat. Dazu gibt es schon reichlich Beiträge im Internet. Ich möchte einfach meine Gedanken dazu schreiben und vielleicht etwas Mut machen.

Ich hatte vor dem Umzug ja schon geschrieben, dass ich absichtlich den Buchblog bei Blogger gestartet habe. 2008 bis 2014 habe ich mit WordPress gebloggt und ich wollte mit etwas Unkomplizierten neu starten. War zuerst auch ganz gut so, aber ich bin jemand, der gerne im Layout schreibt und das kann ich im Blogger nicht. Jedenfalls nicht in dem Umfang, wie ich es im WordPress kann.

 

Wichtiges zu Beginn

Webspace habe ich bereits seit 2008 und die Domain angeltearz-liest.de habe ich vor 1,5 Jahren dazu bestellt. Die hatte ich zum 1. Bloggeburtstag auf den Blogger-Blog umgeleitet. Es war von meiner Seite schon alles vorhanden, was ich für den Umzug brauchte. Wenn du auch gerade einen Hoster suchst, kann ich meinen wirklich empfehlen. Achja, es ist Goneo.

 

Layout, Plugins und Co.

Als ich 2014 meinen alten Blog komplett geleert hatte, habe ich WordPress und auch das letzte Layout auf dem Webspace gelassen. Das war auch ganz gut so. Ich konnte erstmal ganz in Ruhe das Layout an mein angeltearz-liest-Blogger-Layout anpassen. Denn ich liebe es nach wie vor. Es ist einfach meins.

Die Sache mit den Plugins ist naja. Was alles beim Blogger schon automatisch dabei ist, muss bei WordPress dazu installiert werden. Spam-Schutz, Statistiken und so weiter. Ich kann jetzt aber entscheiden, was ich möchte und muss nicht mehr alles hinnehmen, wie es ist. Es gibt ein paar wichtige Plugins, aber der Rest ist wirklich nur Spielkram und nicht wirklich nötig. In meinen Augen. Es ist immer besser weniger Plugins laufen zu haben.

 

Und wie war der Umzug nun?

Für mich total stressig. Obwohl WordPress im Prinzip alles alleine gemacht hat. Ich habe bei Blogger unter Einstellungen meinen Inhalt gesichert und bei WordPress die Datei eingespielt. Das hat eine ziemlich lange Zeit gedauert. Obwohl die Dateien ja nicht weg waren. Ich hatte allerdings schon die richtige Domain, die auf Blogger geleitet war, wieder weggenommen und der Blogger-Blog war nicht mehr richtig erreichbar. Also alles in der Schwebe.

Aber dann war alles auf dem WordPress-Blog. Die Beiträge waren übernommen, die Seiten vorhanden und auch die Stichworte. Leider hat er so gut wie keine Formatierung mitgenommen. Kein Break, keine Zeilenformatierung und die Bilder waren auch eher so reingeklatscht. Und auch keine Kategorien zugeordnet, weil es diese im Blogger nicht gibt. Also so oder so jeden einzelnen Beitrag überarbeiten. Allerdings habe ich dann auch irgendwann Beiträge gelöscht, wo ich einfach keinen Sinn drin sah, die zu überarbeiten. Tut auch gut, das Löschen! Achja, löschen. Auf Blogger muss natürlich alles gelöscht werden. Ich habe nur einen Beitrag im Blogger-Blog gelassen mit dem Link zu diesem Blog hier. Warum, erzähle ich gleich.

 

Und mein Blogger-Blog?

Den habe ich immer noch. Ich benutze mein Google-Fotoalbum immer noch für die Bilder hier im Blog. Das spart ungemein Speicherplatz, denn beim gemieteten Webspace hat man ja eine Begrenzung. Deswegen wird er weiterhin bestehen bleiben und auch über angeltearz-liest.blogspot.de erreichbar sein.

Außerdem gibt es noch eine Sache, warum ich den Blogger-Blog behalte: Google Friends Connect! Mein Blog kann weiterhin mit dem GFC abonniert werden, per Button oben rechts in der Sidebar. Ich habe beide Blogs miteinander verknüpft, so dass niemand von den Blogpost-Leselisten-Nutzern den Feed nicht mehr zu lesen bekommt. Sieht alles jetzt zwar nicht so schön aus im Blogger-Blog, aber es funktioniert.

 

Würde ich wieder umziehen wollen?

WordPress bedeutet Arbeit. Das sollte jedem bewusst sein, der umziehen möchte. Es ist nicht nur einmalige Arbeit, sondern ständige. Man ist für vieles selber verantwortlich, was Blogger sonst übernimmt.

Dennoch bin ich froh, dass ich den Schritt jetzt gemacht habe. Ich bin doch glücklich wieder auf WordPress zu sein. Irgendwie habe ich es vermisst, was ich gar nicht wahrgenommen habe. Ich fühle mich auf WordPress freier und wohler.

Überlegst du auch umzuziehen? Es ist alles machbar. Auch für jemanden, der sich so gar nicht mit html und so weiter auskennt. Ich habe mir 2008 auch alles mit dem Selberhosten, WordPress und so weiter selber beigebracht. Auch das html habe ich mir selber beigebracht. Ja, es hat lange gedauert und auch heute muss ich immer wieder was nachschauen, aber ich finde, dass es sich lohnt.


9 Kommentare

  1. Ich hab auch ab und an dran gedacht, komm mach dir weniger Arbeit, nehme was bei Blogger oder gar wordpress.com. Doch ich muss sagen, nach dem Registrieren bin ich meist schon an meine Grenzen gestoßen, was die Freiheit betrifft XD

    Ich bin nun 10 Jahre bei WordPress (alter so lange schon :O) und ja der Umzug war damals mühselig. Ich hatte meine Beiträge da noch bei Cutenews und MSN xD damals hieß es noch, alles einzeln eintragen.

    Aber so Umzüge mit WordPress selbst hatte ich einige, da ich oft den Hoster gewechselt habe. Das ist echt sehr sehr anstrengend, vor allem wenn auf einmal Bild-Verlinkungen nicht mehr gehen. Ich bin froh, dass ich nun mit allink einen sehr verlässlichen Hoster gefunden habe. Nun steht nur noch ein Umzug an, der von der Uniwebsite zu meinem Anbieter, bis die es in der Fachschaft gebacken bekommen und einen eigenen finden. Aber da hab ich schon echt keine Lust drauf XD

    1. Oh Gott, wenn ich mir vorstellen müsste, alle Beiträge per Hand umzuschieben. Wobei ich eh alle anfassen musste wegen der Formatierung. Wäre also eh egal gewesen. 😀

      Viel Spaß beim Umzug. 🙂

  2. Solche Umzüge sind immer ein hartes Stück Arbeit. Vor allem von einem System zu einem anderen. Das macht die Sache nicht unbedingt einfacher.

    Da ich selbst nie bei Blogger war, wollte ich mal fragen was genau du mit der Aussage “WordPress bedeutet Arbeit. Das sollte jedem bewusst sein, der umziehen möchte. Es ist nicht nur einmalige Arbeit, sondern ständige.” meinst. Vor allem der letzte Teil mit ständiger Arbeit. Mal abgesehen von den Blogbeiträgen und ab und an ein Update ist doch eigentlich mit WordPress nichts zu tun oder?

    Liebe Grüße
    Barbara

    1. Ja, okay, da du die Vergleiche nicht hast, ist es wirklich schwierig zu erklären.
      Bei WP hast du ja ständig irgendwelche Updates. Sei es bei WP selbst oder bei den einzelnen Plugins. Gut, wenn du nicht so viele Plugins hast, dann eher weniger. Aber das fällt bei Blogger komplett weg.
      Blogger hat einen internen Bildspeicher. Bei WordPress hat man sie immer woanders liegen, also muss man mehr Schritte machen, bis man seinen Beitrag bebildert hat.
      Der Editor ist bei Blogger wesentlich einfacher und besser strukturiert. Ich schreibe im WP meistens im html, das lässt sich dann leichter formatieren.
      Ich könnte jetzt so weiter machen. 😉 Es sind alles Kleinigkeiten, aber es summiert sich. Und auch das ist Arbeit. 🙂

  3. Hallo Steffi,

    ich bin im August umgezogen von kostenlosen Blogger-Blog zu eigener Domain, WordPress & co. Ich kann dir sagen, das waren zwei furchtbar stressige Wochen. Eine Woche habe ich mich in WordPress eingearbeitet und geguckt, ob ich das wirklich will und kann und dann als ich einigermaßen sicher war, dass das nicht komplett in die Hose geht, bin ich umgezogen. Es hat mir richtig Spaß gemacht alles mögliche zu verändern. Man hat so viele Möglichkeiten und kann so viel auch mit CSS selbstgestalten. Ich finde es absolut genial und würde es immer wieder machen! Mittlerweile wünschte ich mir, dass ich es eher gemacht hätte, aber nun gut.

    Blöd ist natürlich, dass ich vorher immer GFC hatte und nun habe ich es “abgeschafft”. Ich habe auch darüber nachgedacht, ob und wie ich das mitnehmen kann, aber letztendlich habe ich mich dagegen entschieden. Es gibt so viele andere Möglichkeiten UND man kann ganz einfach die entsprechende URL bei GFC speichern ohne dass derjenige es anbietet. Das funktioniert wunderbar, wenn man es unbedingt nutzen möchte. Meine Leseliste bei GFC habe ich auch immer noch und nutze sie noch und gehe da genauso vor. Nur blöd, dass man niemals alle Menschen wieder erreicht und so Leser verliert, aber das bekomme ich schon irgendwie wieder hin 😀

    Hab einen schönen Abend!
    Liebe Grüße
    Meiky

    1. Hey Meiky,
      wenn man WP nicht kennt, dann weiß man ja nicht, was man nicht hat. 😀

      GFC geht nach wie vor. Man muss nur ein wenig basteln. Das mit dem normalen Speichern, wie du schreibst, in der Leseliste hatte ich auch angesprochen, aber da kam gleich eine ganz große Ablehnung von vielen Seiten. 😉



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